Handwerk blickt voller Sorge auf das kommende Jahr

Im Kabinettsgespräch zwischen Handwerk und Landesregierung ging es vor allem um die Energiekrise.

Die Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen.
Die Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen. Foto: Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade

Region. Anlässlich des traditionellen Kabinettsgesprächs kamen die Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der niedersächsischen Handwerkskammern mit Ministern der niedersächsischen Landesregierung in Hannover zusammen. Auf der Tagesordnung des Gesprächs standen Themen wie die aktuelle Energiekrise, die Gas- und Strompreisbremse, das KMU-Kostenentlastungsprogramm und die Härtefallfonds. Dies teilte die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade mit.



„In Anbetracht der Inflationsentwicklung und der zunehmenden Verunsicherung der Handwerkskunden blickt das niedersächsische Handwerk mit Sorge auf das kommende Jahr,“ sagte Eckhard Stein, Vorsitzender der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN). Notwendig sei daher vor allem eine schnelle und unbürokratische Entlastung der Betriebe, insbesondere für besonders energieintensive Gewerke wie Bäcker oder Textilreiniger.

Verbesserung gefordert


Darüber hinaus forderte das Handwerk eine deutliche Verbesserung der Berufsorientierung an Schulen. Dazu gehöre auch ein Ankerfach Berufsorientierung ab Klasse 7, die Aufnahme der Berufsorientierung in die Lehreraus- und -fortbildung sowie ein auf Berufsorientierung spezialisiertes Referat im Kultusministerium. Zusätzlich solle in der Grundschule flächendeckend und verbindlich Werkunterricht angeboten werden. Wichtig sei außerdem die Sicherstellung der Finanzierung der überbetrieblichen Bildungsstätten und Lehrgänge. Einen hohen Handlungsbedarf gebe es außerdem bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Speziell beim Bürokratieabbau dürfe es keinen Rückschritt geben. Ministerpräsident Stephan Weil betonte, dass Mittelstand und Handwerk mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen in seinem besonderen Fokus stünden. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden.


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