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Hannover: Krawall beim U17-Derby

von Frank Vollmer


Beide Lager zündeten Pyro. Symbolfoto: Agentur Hübner
Beide Lager zündeten Pyro. Symbolfoto: Agentur Hübner Foto: Agentur Hübner

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25.10.2016

Hannover/Braunschweig. Im Vorfeld des Derbys am 6. November zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 kommt es bereits zu ersten Nebenschauplätzen. Ein B-Juniorenspiel in der Niedersachsenliga diente ihnen am Samstagnachmittag als Bühne.



Es trug sich auf dem Nebenplatz des Eilenriedenstadions in Hannover zu, wo erst am Vortag das neue Nachwuchsleitstungszentrum des Bundesligaabsteigers eröffnet wurde. Dort sei es nach Polizeiangaben zu Vorfällen zwischen rivalisierenden „Problemfans“ beider Fanlager gekommen. So hätten zum Spielbeginn mehrere Angehörige der braunschweiger Risikoszene am Spielfeldrand gestanden, die sich friedlich verhielten. Vorsorglich habe die Polizeidirektion Hannover mehrere Beamte hinzugezogen, darunter auch Polizeipferde und -hunde.

Kurz vor Spielende stürmte die Gruppe an einen Zaun, hinter dem sich offensichtlich einige Risikoanhänger aus Hannover aufhielten. Ein Aufeinandertreffen beider Lager verhinderten die Polizeikräfte, dennoch zündeten beide Seiten Pyrotechnik. Aufgrund der Vorkommnisse pfiff der Schiedsrichter die Partie ab und die Jugendspieler gingen in die Kabine. Hannover 96-Pressesprecher Christian Bönig sagte gegenüber der HAZ, es seien nur noch wenige Momente des Spiels zu absolvieren gewesen, so dass das Spiel mit 2:1 für die Braunschweiger in die Wertung gehe. Ein Einspruch sei nicht geplant. Im weiteren Verlauf hätten die beiden Gruppen erneut am Stadioneingang versucht aufeinanderzutreffen, was durch das in der Zwischenzeit geschlossene Eingangstor verhindert wurde. Daraufhin flüchteten die Hannoveraner. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben die Personalien von 89 Braunschweigern und sechs Hannoveranern auf und ermittelt wegen Landfriedensbruch und wegen der gezündeten Pyrotechnik.


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