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Heid distanziert sich von Steinke-Aussagen über Stauffenberg



Wolfenbüttel

Heid distanziert sich von Steinke-Aussagen über Stauffenberg


Klaus-Dieter Heid äußert sich zu den Aussagen des des Vorsitzenden der „Jungen Alternative“ Niedersachsen, Lars Steinke. Foto: AfD
Klaus-Dieter Heid äußert sich zu den Aussagen des des Vorsitzenden der „Jungen Alternative“ Niedersachsen, Lars Steinke. Foto: AfD Foto: privat

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Wolfenbüttel. Klare Worte gegen Hitler und den Nationalsozialismus findet der Wolfenbütteler AfD-Ratsherr Klaus-Dieter Heid. In einem Brief an die Redaktion distanziert sich Heid von den Aussagen des Vorsitzenden der „Jungen Alternative“ Niedersachsen, Lars Steinke. Steinke hatte den Hitler-Attentäter Stauffenberg als Verräter bezeichnet.



Den Brief von Klaus-Dieter Heid veröffentlichen wir ungekürzt und unkommentiert.

"Dass ein Mitglied der AfD abwertende und relativierende Verunglimpfungen zum Hitler-Attentat durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg äußert, ist für mich, ebenfalls Mitglied der AfD, nicht nur schwer zu ertragen, sondern erfüllt aus meiner Sicht alle Voraussetzungen für ein Parteiausschluss-Verfahren. Es ist für Mitglieder der AfD, insbesondere für AfD-Mandatsträger, die sich nicht selten einer öffentlichen Diffamierung ausgesetzt sehen, kontraproduktiv und inhaltlich nicht nachvollziehbar, wenn Graf Stauffenberg als „feige“ und gar als „Verräter“ bezeichnet wird. Selbstverständlich war Stauffenberg ein Mann, der das Leben seiner Familie und das eigene Leben riskierte, um ein existierendes Unheil, von Hitler über Deutschland und die Welt gebracht, nicht noch weiter eskalieren zu lassen. Für mich ist Graf Stauffenberg ein Mann mit Courage und Mut. Als überzeugtes AfD-Mitglied weiß ich wohl, dass pauschaliert aus bestimmten Teilen der Gesellschaft jedem AfD-Mitglied und besonders den AfD-Mandatsträger eine „Nähe zum Nationalsozialismus“ unterstellt wird. Mit aller Entschiedenheit distanziere ich mich von Steinkes Äußerungen und betone, dass sowohl ich, als auch alle mir bekannten AfD-Mitglieder in und um Wolfenbüttel den Nationalsozialismus mit all seinen furchtbaren Folgen für die Welt zutiefst verabscheuen. Zugleich bitte ich um nötige Differenzierungen, weil konservatives Denken, Liebe zur Heimat und auch der Wille, diese Heimat gegen Angriffe von außen und innen verteidigen zu wollen, nicht nur ein verbrieftes Grundrecht, sondern auch zwingend erforderliche Eigenschaften sind, unsere Heimat für nachkommende Generationen zu erhalten!


Eine zu verurteilende Aktion, wie die des Herrn Steinke wäre so nicht möglich gewesen, wenn bereits im Jahre 2016 ein angestrebtes Parteiausschluss-Verfahren gegen Herrn Steinke zum Erfolg geführt hätte. Dieses Ausschluss-Verfahren wurde seinerzeit vom damaligen Landesvorsitzenden der AfD-Niedersachsen, Armin-Paul Hampel angestrengt – und verlief leider im Sande. Nun, nach diversen Entgleisungen des Herrn Steinke, wird hoffentlich die ehrliche und stets grundgesetzkonforme Position der AfD durch ein anderes Ergebnis dokumentiert", so Heid.


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