Abfallmanagement - der Winter steht vor der Tür


Symbolbild: Anke Donner.
Symbolbild: Anke Donner. | Foto: Anke Donner

Helmstedt. Die ersten Minusgrade in den letzten Tagen wiesen schon darauf hin, der Winter steht unmittelbar vor der Tür. Und mit ihm die damit verbundenen Besonderheiten, die es im Bereich der Abfallentsorgung zu berücksichtigen gilt, so der Landkreis Helmstedt.


Der Geschäftsbereich Abfallwirtschaft, Wasser und Umweltschutz des Landkreises Helmstedt weist darauf hin, dass mit der beginnenden Winterzeit der Abfallentsorgung ein besonderes Augenmerk geschenkt werden sollte. Falls eine Straße durch Eis- und Schneeglätte für die Fahrzeuge der Müllabfuhr nicht befahrbar sei und die Abfuhr dadurch ausfalle, können zum nächsten regulären Abfuhrtag die Abfälle in geeigneten Gefäßen, Restabfall in Plastiksäcken, Bioabfälle in Papiersäcken oder Kartons neben den Abfalltonnen bereitgestellt werden. Selbstverständlich werden auch diese Abfälle verwogen. Mit den ersten Minusgraden steige die Gefahr, dass die organischen Abfälle in den Biotonnen festfrieren und die Tonnen so nicht vollständig geleert werden können. Den Müllwerkern seien in diesen Fällen die Hände gebunden, weil der Kunststoff der Abfallbehälter bei diesen Temperaturen sehr spröde ist. Ein stärkeres Einwirken auf die Behälter sei daher nicht möglich. Organische Abfälle sollten – um dem Anfrieren vorzubeugen -, insbesondere wenn es sich um feuchte Küchenabfälle wie zum Beispiel Salatblätter, Obstreste und Kartoffelschalen handelt, in Zeitungspapier eingeschlagen werden (kein Hochglanzpapier). Zum Einschlagen können jedoch auch die im Handel erhältlichen Papiertüten verwendet werden. Ist der Inhalt der Bio-Tonne dennoch einmal festgefroren, werde darum gebeten, zu versuchen, den Inhalt aufzulockern, um das vollständige Leeren der Bio-Tonnen zu erleichtern. Durch das Verwiegesystem sei sichergestellt, dass ausschließlich die Müllmenge berechnet wird, die aus der Abfalltonne gefallen ist. Je eine Wiegung beim Anheben und vor dem Absetzen des Behälters stelle sicher, dass nur das Gewicht des Abfalls, der in das Fahrzeug gefallen ist, in Rechnung gestellt werden kann. Die organischen Abfälle dürfen nicht in Plastiktüten oder ähnlichem Material verpackt werden. Jeder Plastikanteil im Bioabfall stelle eine Verunreinigung dar, die mit erheblichem Aufwand im Kompostwerk der Firma Terrakomp aussortiert werden muss. Um den hohen Qualitätsstandard des aus den biogenen Abfällen gewonnenen Kompostes weiterhin zu gewährleisten, werde daher dringend gebeten, keine Abfälle aus Plastik, und hierzu zählen auch die im Handel erhältlichen „biologisch abbaubaren Kunststoffbeutel“, in die Bio-Tonnen zu geben. Der Geschäftsbereich Abfallwirtschaft, Wasser und Umweltschutz sowie die Firma Veolia werden in den nächsten Wochen wieder verstärkt Kontrollen der Biotonnen vornehmen. Gelbe Säcke und Altpapierbündel sollten gut verschlossen bereitgestellt werden, damit der Wind den Inhalt nicht in den Straßen verteilt. Wenn möglich sollen die gelben Säcke an einen Zaun oder ähnlichem angehängt werden. Auch die Restabfall- und Bio-Tonnen sollen in der dunklen Jahreszeit so auf den Gehwegen abgestellt werden, dass diese einerseits den Fußgängerverkehr nicht behindern und andererseits von den Müllwerkern gut erkannt werden können. Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Abfallwirtschaft, Wasser und Umweltschutz unter der Rufnummer 05351/121-2517 oder unter der E-mail Adresse "abfallberatung@landkreis-helmstedt.de" zur Verfügung.

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