Auch diese Stadt will Ausrichter für niedersächsisches Großereignis werden

Dafür muss aber zunächst das Stadtentwicklungskonzept auf den neuesten Stand gebracht werden.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

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Königslutter. Ausrichter für eine landesweite Großveranstaltung zu sein – das kann in einer Stadt ganz schön etwas in Bewegung setzen. In Braunschweig war das erst am vergangenen Wochenende am Tag der Niedersachsen deutlich geworden. Ganz so groß plant die Verwaltung der Stadt Königslutter zwar nicht, aber auch sie hat jetzt Überlegungen vorgelegt, Gastgeberin für das gesamte Bundesland zu sein.



Es geht um die Landesgartenschau, die alle vier Jahre in einer Stadt oder Kommune mit weniger als 100.000 Einwohnern stattfindet. Dieses Jahr ist Bad Nenndorf Ausrichter, 2030 Duderstadt. Und 2034 Königslutter? Oder erst 2038? Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Fremdenverkehr hat die Verwaltung jetzt jedenfalls eine Beschlussvorlage präsentiert, die das Ziel verfolgt, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen und – quasi vorgeschaltet – ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) zu erarbeiten. Über diese Vorlage muss letztlich der Rat der Stadt am kommenden Donnerstag abstimmen.

Wie könnte der Weg zur Landesgartenschau aussehen?


Die Initiative für diesen Vorstoß sei von engagierten Einwohnern ausgegangen, heißt es in der Begründung zur Vorlage. Die Stadtverwaltung habe daher geprüft, wie sie vorgehen müsse, um sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau erfolgreich bewerben zu können. Mitarbeiter der Stadt hätten demnach die abgeschlossene Landesgartenschau in Bad Essen besichtigt und dort Gespräche geführt, die deutlich gemacht hätten, "welche organisatorischen, finanziellen und personellen Herausforderungen mit der Durchführung einer Landesgartenschau insbesondere für eine kleinere Kommune verbunden sind."

Die Ausrichtung einer Landesgartenschau biete für Königslutter am Elm erhebliche Chancen für Stadtentwicklung und Imagegewinn, argumentiert die Verwaltung. Zudem gebe es Fördermittel des Landes, um die Schau zu organisieren. Natürlich nur dann, wenn die Domstadt am Elm den Zuschlag bekommt. Um sich bewerben zu können, müsse eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.

Die Verwaltung empfiehlt, bevor ein Konzept für die Landesgartenschau erarbeitet wird, ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) vorzuschalten. Dieses vernetzt städtebauliche, wirtschaftliche, ökologische, soziale und verkehrliche Fragestellungen miteinander. Ein solches Konzept sei zudem unabhängig von einer Landesgartenschau dringend erforderlich. Schließlich sei das derzeit geltende Stadtentwicklungskonzept rund 25 Jahre alt und bilde zentrale aktuelle Herausforderungen – etwa Klimaanpassung, demografische Entwicklung, Mobilität, Innenentwicklung und Freiraumqualität – nicht mit der gebotenen Intensität ab, erklärt die Verwaltung.

Mit der Vorlage soll der Rat auch darüber abstimmen, dass die notwendigen Haushaltsmittel für die Erarbeitung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (rund 150.000 Euro) und einer Machbarkeitsstudie für eine Landesgartenschau (rund 100.000 Euro) in den Haushalt 2027 aufgenommen werden.

Auch in Wolfenbüttel steht das Thema auf der Agenda


In der Stadt Wolfenbüttel hängt übrigens eine Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau derweil im Entwurfstatus fest. Eine einst angestrebte Bewerbung für 2030 wurde nicht eingereicht, ob das für 2034 nachgeholt wird, ist derzeit noch unklar.