Hannover. Niedersachsen hat das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ab sofort bis Ende August ausgesetzt, sofern die Fahrten notwendige Ersatzfahrten aufgrund des Niedrigwassers sind. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen teilte mit, die Ausnahme gelte für geschäftsmäßige oder entgeltliche Beförderungen durch Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 Tonnen sowie mit Anhängern, die als Ersatzverkehre dienten.
Hintergrund der Regelung ist das anhaltende Niedrigwasser, das die Binnenschifffahrt erheblich einschränkt und Warenströme gefährdet.
Da mit Umverlagerungen von Wasserwegen auf den Straßengüterverkehr zu rechnen ist, sollen Lieferketten stabilisiert und Produktionsstopps verhindert werden. Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne erklärte, die angespannte Lage auf den Bundeswasserstraßen erfordere pragmatische Lösungen; die Aufhebung des Fahrverbots sei ein Baustein, auch wenn das Grundproblem damit nicht behoben sei.
Gleichzeitig kritisierte Tonne das Vorgehen des Bundes: Dieser sei erst sehr spät und kurzfristig an die Länder herangetreten, sodass ein ländergemeinsames Verfahren nicht möglich war.
Zudem forderte er zusätzliche Investitionen in die Wasserstraßen, da funktionierende Wasserwege elementar für den Wirtschaftskreislauf seien. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 31. August.
Niedersachsen hebt Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw wegen Niedrigwasser auf
Niedersachsen hat das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ab sofort bis Ende August ausgesetzt, sofern die Fahrten notwendige Ersatzfahrten aufgrund des Niedrigwassers sind.
Lkw (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur
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