Betrug über Videoportal - Täter gab sich als Popstar aus

Eine Helmstedterin wurde durch mehrere Taten über 20.000 Euro los.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Pixabay

Helmstedt. Ein unbekannter Täter ergaunerte im Zeitraum vom 4. bis 27. September mit verschiedenen erfundenen Geschichten 21.000 Euro von einer Helmstedterin. Das berichtet die Polizei in einer Pressemeldung.


Lesen Sie auch: Zigarettenautomat gesprengt: Es gab Tabakwaren, Geld fanden sie aber nicht


Zunächst wurde die Helmstedterin Anfang September über ein Videoportal von einer Person angeschrieben, die sich als ein bekannter Popstar ausgab. Der Helmstedterin wurde erklärt, dass er ein Paket bekommen würde, dies aktuell aber nicht annehmen könne und er nun ihre Hilfe benötige. Einen Tag später wurde die Frau angeschrieben und aufgefordert für den Empfang des Paketes eine Vorkassenleistung in Höhe von 650 Euro zu tätigen. Nachdem ihr der vermeintliche Popstar mitteilte, dass er aufgrund einer aktuellen Kontosperrung nicht in der Lage sei dies zu bezahlen, übernahm sie die Zahlung.

Flugbehörde und Zoll melden sich


Im weiteren Verlauf wurde die Frau von einer angeblichen Flugbehörde aufgefordert eine weitere Zahlung in Höhe von 2.000 Euro zu leisten bis etwa eine Woche später ein vermeintlicher Mitarbeiter eines Paketdienstes anrief. Dieser schilderte ihr, dass es ein Problem mit dem Zoll gebe und sie nun 20.000 Euro bezahlen müsse. Auch dieser Aufforderung kam die Frau nach, überwies jedoch nicht den vollen Betrag. Die letzte Zahlungsaufforderung kam Anfang letzter Woche, wonach die Helmstedterin Lagerungsgebühren übernehmen sollte. Plötzlich wurde der Frau bewusst, dass sie Betrügern aufgesessen war und verständigte am Dienstag die Polizei.

Die Polizei warnt dringend davor, für unbekannte Personen Pakete anzunehmen oder in irgendeiner Form in Vorkasse zu treten. Haben die Betrüger erst einmal Erfolg gehabt, lassen sie sich immer wieder etwas Neues einfallen, warum es noch nicht zu einer Auslieferung kommen kann und warum dringend eine Überweisung getätigt werden muss. Im Zweifelsfall sollte die Polizei verständigt werden.


mehr News aus Helmstedt

Themen zu diesem Artikel


Kriminalität