Explosionen und einstürzendes Dach: Fordernder Einsatz in Helmstedt

Bei dem Brand, der gestern Abend in Helmstedt ausgebrochen war, hatten die Feuerwehren mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen.

Die Lagerhalle stand in Vollbrand.
Die Lagerhalle stand in Vollbrand. | Foto: Alexander Weis

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Helmstedt. Am gestrigen Donnerstagabend ist im Gewerbegebiet Neue Breite ein Brand ausgebrochen, die Feuerwehren waren im Großeinsatz. Wie berichtet, wurde deshalb sogar ein Teil der B244 gesperrt. Nun berichtet die Feuerwehr Helmstedt in einer Pressemitteilung über den Einsatz.



Wie es seitens der Feuerwehr heißt, war bereits auf der Anfahrt eine massive Rauchentwicklung zu erkennen, weshalb die Alarmstufe umgehend erhöht wurde. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand eine Industriehalle in Vollbrand. Die ersten Löschmaßnahmen wurden unverzüglich eingeleitet. Ein Innenangriff war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich: Bei einer Stahlhalle verliert das Tragwerk unter Hitzeeinwirkung sehr schnell an Festigkeit, sodass akute Einsturzgefahr bestand. Diese Einschätzung bestätigte sich wenige Minuten später, als das Hallendach einstürzte. Zusätzlich befanden sich mehrere Gasflaschen in der Halle, darunter solche mit Acetylen, das als hochgefährlich gilt.

Explosionen zu hören


Vorrangiges Einsatzziel war der Schutz des angrenzenden Verwaltungsgebäudes. Dies gelang den Einsatzkräften durch den Aufbau einer Riegelstellung. Zeitweise waren vereinzelt kleinere Explosionen zu hören. Das Feuer wurde mit mehreren Strahlrohren sowie über die Wenderohre der beiden Drehleitern von außen bekämpft, was nur unter schwerem Atemschutz möglich war.

Das Dach der Lagerhalle ist eingestürzt.
Das Dach der Lagerhalle ist eingestürzt. Foto: Alexander Weis


Während des Einsatzes waren auch immer wieder kleinere Explosionen zu hören.
Während des Einsatzes waren auch immer wieder kleinere Explosionen zu hören. Foto: Alexander Weis



Warnapps lösten aus


Wegen der starken Rauchentwicklung löste die Einsatzleitung gegen 19:17 Uhr eine MOWAS-Warnung über NINA und KatWarn aus. Sie konnte um 7:30 Uhr am heutigen Morgen aufgehoben werden. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurden mehrere Leitungen von Hydranten zur Einsatzstelle verlegt; zusätzlich wurde Wasser aus dem Kuhteich an der Marientaler Straße gefördert. Aus diesem Grund mussten die B244 zwischen Helmstedt-West und der Kreuzung am McDonald's sowie die Marientaler Straße ab der Firma Hoyer voll gesperrt werden.

Der Fachzug Messen der Kreisfeuerwehr führte im Stadtgebiet und in angrenzenden Kommunen regelmäßig Schadstoffmessungen durch. Zur Erkundung der Lage wurde außerdem die Drohne der Kreisfeuerwehr angefordert. Die Verpflegungsgruppe versorgte die rund 150 Einsatzkräfte mit Getränken und warmen Mahlzeiten. Landrat, Erster Kreisrat und Bürgermeister verschafften sich vor Ort ein Bild der Lage.

Um an die Brandnester unter dem eingestürzten Hallendach zu gelangen, wurde ein Bagger einer Fachfirma zur Einsatzstelle beordert.