Helmstedt. Am gestrigen Samstag fand die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Helmstedt statt. Ortsbrandmeister Niko Walther begrüßte zu diesem Anlass die Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung, der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie der Altersabteilung, wie es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr heißt.
Als Gäste aus Politik und Verwaltung nahmen Bürgermeister Wittich Schobert, 1. Stadtrat Henning Konrad Otto, Fachbereichsleiterin Julia Höppner sowie Ratsmitglied Rudolf Meyer-Sorge teil. Zudem waren Vertreter der umliegenden Ortsfeuerwehren sowie der 2. stellvertretende Stadtbrandmeister Mark Wesemann und der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Müller anwesend. In seinem Jahresbericht stellte Ortsbrandmeister Walther zunächst eine insgesamt positive Mitgliederentwicklung fest. Die Einsatzabteilung umfasst derzeit 79 Einsatzkräfte. Die Kinderfeuerwehr ist mit 30 Mitgliedern voll ausgelastet, während die Jugendfeuerwehr mit 22 Jugendlichen ebenfalls gut aufgestellt ist. Mit 13 Mitgliedern bleibt die Altersabteilung konstant.
Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus
Im vergangenen Jahr wurden mehrere Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus durchgeführt. Dazu zählten unter anderem der Bau einer Terrassenüberdachung, das Verschließen der ehemaligen Werkstattgrube in Eigenleistung sowie Malerarbeiten im Flur und im Jugendfeuerwehrraum. Für das laufende Jahr ist unter anderem die Reparatur des undichten Daches vorgesehen. Als weitere Ausblicke nannte Walther die geplante Indienststellung des neuen Tanklöschfahrzeugs (TLF 4000) sowie die Umsetzung der neuen Feuerwehrverordnung, die unter anderem Dienstgrade und Bekleidung neu regelt.
Zudem feiert die Ortsfeuerwehr Helmstedt in diesem Jahr ihr 160-jähriges Bestehen. Neben einer öffentlichen Veranstaltung in der Stadt ist auch eine interne Feier geplant. Darüber hinaus sind weitere Umbauten und Renovierungen im Gerätehaus vorgesehen, unter anderem die Planung einer neuen Küche.
Bericht des Zugführers
Zugführer Roland Junge berichtete über das Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres. Mit insgesamt 321 Einsätzen bewegte sich das Einsatzaufkommen auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den Vorjahren. Die Einsätze gliederten sich in 130 Hilfeleistungen, 73 Brandeinsätze sowie 118 sonstige Einsätze und Dienstleistungen, darunter bspw. Einsätze ohne Maßnahmen bei ausgelösten Brandmeldeanlagen, Notfalltüröffnungen, unklaren Feuermeldungen oder Unwetterschäden. In seinem Rückblick ging Junge auf mehrere prägende Einsätze ein, darunter Verkehrsunfälle und Brände auf der Autobahn A2 sowie die enge Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, beispielsweise bei Patiententransporten über die Drehleiter oder Notfalltüröffnungen. Besonders in Erinnerung blieb zudem der Großbrand am Bahnhof Helmstedt im April. Neben dem Einsatzgeschehen wurde auch die Ausbildung intensiv fortgeführt.
Wahlen und Beförderungen
Sebastian Straka wurde als Leiter der Kinderfeuerwehr bestätigt. Ebenso wurden Philipp Eichler als Leiter der Altersabteilung sowie Alexander Weis als Pressesprecher in ihren Funktionen bestätigt. Für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt Gotthard Scholz das Ehrenzeichen in Gold. Aufgrund der neuen Feuerwehrverordnung wurde auf Stadtebene abgestimmt, im laufenden Jahr ausschließlich Mannschaftsdienstgrade zu befördern. Unter anderem wurden Jannes Hindemith und Max Neddermeier zum Oberfeuerwehrmann sowie Karol Kowalewski, Christopher Krause und Pascal Modlinski zum Hauptfeuerwehrmann befördert.
Ausblick auf die Zukunft
In seinen Grußworten betonte Bürgermeister Schobert insbesondere die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit, die auch im Stadtbild von Helmstedt deutlich sichtbar sei. Die Feuerwehr sei technisch sehr gut aufgestellt, zugleich verwies er jedoch auf Verbesserungsbedarf bei der vorhandenen Infrastruktur. Notwendige Reparaturen seien für das laufende Jahr bereits eingeplant. Perspektivisch werde darüber hinaus auch ein Neubau in Betracht gezogen. Hierzu befinde sich die Stadt in Abstimmung mit dem Landkreis Helmstedt, der ebenfalls einen Neubau für die feuerwehrtechnische Zentrale sowie für die Kreisfeuerwehr plane.
Auch die Neubauprojekte für die Feuerwehrgerätehäuser in Büddenstedt, Emmerstedt und Barmke seien bereits in Sichtweite. Die einstimmige Unterstützung bei Entscheidungen im Rat der Stadt Helmstedt unterstreiche zudem die hohe Wertschätzung und Anerkennung für die geleistete Arbeit der Feuerwehr.

