Finanznot: Stadt Königslutter schränkt Winterdienst ein

Bisher erfolgte der Winterdienst als sogenannte Schwarzräumung. Beim nächsten Schnee gibt es aber nur noch einen "weißen Winterdienst".

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Symbolbild | Foto: Anke Donner

Königslutter. Zwar ist aktuell sämtlicher Schnee aus unseren Breitengraden verschwunden, doch der Winter ist noch lang. Und sollte die weiße Pracht zurückkehren, könnten Autofahrer auf den Straßen eine unangenehme Überraschung erleben. Denn die Stadt Königslutter kündigt in einer Pressemitteilung eine Sparmaßnahme für den Winterdienst an.



Die Stadt Königslutter am Elm hat ab sofort den sogenannten „weißen Winterdienst/Weißräumung“ für den städtischen Baubetriebshof sowie die Dienstleistungsunternehmen und Landwirte für das gesamte Gebiet der Stadt Königslutter am Elm angeordnet, heißt es in der Meldung.


Weißräumung statt Schwarzräumung


Bisher erfolgte der Winterdienst als sogenannte Schwarzräumung. Dies bedeutete, dass die Fahrbahn nahezu vollständig von Schnee und Eis befreit wurde. Dieses Verfahren ist sehr zeit- und kostenintensiv, führe aber zu einer höheren Bürgerzufriedenheit. Bei der Weißräumung wird der Neuschnee künftig (bei Bedarf) nur noch zur Seite geschoben und der restliche Schnee festgefahren sodass er eine feste Decke bildet. Dies gilt auch für die Ortschaften.

Im Ergebnis führt es zunächst dazu, dass der Winterdienst nicht sofort aktiv wird, damit sich erstmal eine Schneedecke bildet. In diese Schneedecke kann dann bei Bedarf (vor allem bei Schneeglätte) Splitt oder ähnliches gestreut werden, um die Griffigkeit zu verbessern. Dieses Verfahren ist erheblich kostengünstiger als die Schwarzräumung.

"Angespannte Finanzsituation"


Dieses Verfahren müsse aufgrund der angespannten Finanzsituation bis auf weiteres umgesetzt werden. Die Stadt Königslutter am Elm bedauert diese Maßnahmen sehr, bittet aber aufgrund der getroffenen Entscheidungen um Verständnis.


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