Helmstedt. Auf vielen anderen Kanälen informiert der Landkreis Helmstedt seine Bürger, um zum Beispiel über Schulausfälle zu informieren. Auf einen Kommunikationsweg verzichtet der Landkreis künftig aber.
So teilt die Verwaltung heute mit, dass der Landkreis die Warnapp BIWAPP ab sofort nicht mehr als eigenen Kommunikationskanal nutzen werde. Bereits bei den jüngsten Schulausfällen hatte der Landkreis diese nicht über BIWAPP mitgeteilt.
BIWAPP wurde so gut wie gar nicht genutzt
Das habe mehrere Gründe. „Wir haben ausgewertet, wie oft wir diesen Kanal wirklich genutzt haben und dabei festgestellt: So gut wie gar nicht. Auch die Nutzerzahlen sind vergleichsweise gering. Allein mit unserem Whatsapp-Kanal erreichen wir direkt deutlich mehr, nämlich mehr als 4000 Menschen. Und diese Meldungen werden über Whatsapp und andere Dienste in der Regel auch mehrfach weitergeleitet und das kostenlos, im Gegensatz zu BIWAPP, wofür jährlich ein vierstelliger Betrag fällig wird“, erklärt Kreissprecher Sebastian Dettmer.
Auch künftig werden alle wichtigen Meldungen zu Schulausfällen oder Krisenlagen breit kommuniziert: Am schnellsten gehe es über den Whatsapp-Kanal des Landkreises. Wer unabhängig von dem Messengerdienst sein möchte, wird weiterhin alle wichtigen Meldungen zeitnah auf der Homepage des Landkreises und in besonderen Lagen über Rundfunk und Zeitungen bekommen.
Die Schulen werden außerdem immer als erste direkt informiert und können über die schulinternen Meldesysteme auch die Schüler schnell erreichen. Großschadensereignisse oder Katastrophenlagen werden seitens des Landeswarnsystems wie gewohnt über alle bekannten Warnapps (NINA, Katwarn, BIWAPP) gemeldet.

