Helmstedt. Die Freien Demokraten im Landkreis Helmstedt haben kürzlich einen neuen Kreisvorstand bei ihrem Kreisparteitag in Helmstedt gewählt. Bei der Veranstaltung wurde der 34-jährige ehemalige Landtagsabgeordnete Lars Alt einstimmig als FDP-Kreisvorsitzender im Amt bestätigt. Das berichtet der FDP-Kreisverband Helmstedt in einer Pressemitteilung. Alt wurde ferner am vergangenen Wochenende erneut als eines von landesweit neun FDP-Mitgliedern in den geschäftsführenden Landesvorstand der FDP Niedersachsen gewählt.
Als stellvertretende Kreisvorsitzende des FDP-Kreisverbandes wurden der Ratsherr aus Königslutter, Jens Jenrich, sowie der Ratsherr der Stadt Helmstedt, Claudius Traumann, gewählt. Die Kreisgeschäfts- und Schriftführung übernimmt die Helmstedter Ratsfrau Petra Schadebrodt. Schatzmeister ist weiterhin Ingo Schütt (Heeseberg). Als Beisitzer komplettieren den Vorstand der Vorsitzende der FDP-Lehre, Hartwig Möllenberg sowie Christoph Bastobbe, der in Schöningen als Rechtsanwalt tätig ist. Rechnungsprüfer ist erneut Elia Broders aus der Gemeinde Lehre.
Listen für Bürger geöffnet
Inhaltlich drehte sich die Diskussion beim FDP-Kreisparteitag vor allem um die Lage der FDP und um die Vorbereitung der Kommunalwahl. Laut Pressemitteilung der FDP öffnen die Freien Demokraten im Landkreis Helmstedt zur Kommunalwahl 2026 ihre Listen für Bürgerinnen und Bürger. Lars Alt erklärt dazu: „Wir möchten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einladen, auf der Liste der FDP zur Wahl der Gemeinderäte, Stadträte und des Kreistages zu kandidieren. Wir sind offen für neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die nicht nur ihr aktives, sondern auch ihr passives Wahlrecht in Anspruch nehmen wollen.“ Interessierte können sich unter schadebrodt@t-online.de melden.
"Wenig Sympathie und Empathie"
Im Nachgang des Kreisparteitages erklärte der FDP-Kreisvorsitzende Lars Alt zur Lage der FDP sowie zum FDP-Ergebnis in Baden-Württemberg: „Bei den zurückliegenden Wahlen hatten wir kaum inhaltliche Alleinstellungsmerkmale und haben zu häufig erklärt, wogegen wir sind, ohne zu erklären, wofür wir einstehen. Auch strahlen wir wenig Sympathie und Empathie aus. All das müssen wir ändern, um im Parteiensystem Bestand zu haben. Den Anfang dafür macht ein neues Grundsatzprogramm, das vom Bundesparteitag im zweiten Quartal 2026 beschlossen wird.“
