Regionalverband-Direktor soll sich vor dem Kreistag rechtfertigen


Henning Brandes soll sich rechtfertigen. Foto: CDU Braunschweig
Henning Brandes soll sich rechtfertigen. Foto: CDU Braunschweig

Helmstedt. Die Freien Demokraten im Landkreis Helmstedt wollen den Verbandsdirektor des Regionalverbandes Großraum Braunschweig (RGB), Hennig Brandes, nach Helmstedt zitieren, um über die Versäumnisse beim Ausbau der Weddeler Schleife zu sprechen.


Anfang Juni hatte die FDP der Landkreisverwaltung in Helmstedt vorgeworfen, dass sie den Ausbau der Weddeler Schleife verschlafe. Daraufhin räumte der Landrat im Helmstedter Kreistag ein, dass die Chancen für eine Direktverbindung mit der Bahn von Helmstedt nach Wolfsburg und für einen Haltepunkt in Lehre quasi verpufft sind.

Der Kreisvorsitzende der FDP im Landkreis Helmstedt, Lars Alt, legt nun nach: „Es kann nicht sein, dass der Landkreis Helmstedt von dem größten Infrastrukturprojekt der vergangenen und kommende Jahre in keiner Weise profitiert. Wir wollen, dass der Verbandsdirektor des Regionalverbandes Großraum Braunschweig in der öffentlichen September-Sitzung des Helmstedter Kreistages erklärt, warum der Landkreis Helmstedt mit dem Ausbau der Weddeler Schleife weder eine mögliche Direktverbindung mit der Bahn nach Wolfsburg, noch einen Haltepunkt in Lehre erhält“, erklärt Alt.

„Wir haben dem Verbandsdirektor Hennig Brandes hierzu eine Einladung übermittelt. Im Falle einer Zusage werden wir einen entsprechenden Tagesordnungspunkt für die kommende Kreistagssitzung beantragen. Wir wollen damit auch Klarheit schaffen, wer sich im Landkreis Helmstedt eigentlich auf welche Weise für beide Projekte stark gemacht hat – und wer nicht“, fordert Alt eine klare Benennung von Verantwortlichkeiten ein.

Die Bundesmittel des 150-Mio.-Euro-Projektes werden für den Ausbau des Nahverkehrs bereitgestellt. Laut FDP nutzt der Regionalverband diese Mittel zu einer einseitigen Verbesserung der Verbindung zwischen Braunschweig und Wolfsburg aus. „Der Regionalverband Großraum Braunschweig darf nicht immer mehr zu einer Lobbyvereinigung der Oberzentren verkommen, während die Kleinstädte bewusst kleingehalten werden. Schon die Entscheidung des Regionalverbandes gegen ein Outlet-Center in Helmstedt hatte die regionale Entwicklung stark beschädigt“, erklärt Alt, der auch Mitglied des FDP-Landesvorstandes und Vorsitzender der Gruppe aus FDP/UWG/ZIEL im Helmstedter Kreistag ist. „Sollte es bei dieser Festlegung bleiben, sollte sich der Landkreis Helmstedt fragen, in welchen Punkten er überhaupt noch von dem Regionalverband profitiert“, macht Lars Alt abschließend deutlich.


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