Schöningen. Am gestrigen Nachmittag um 15:41 Uhr wurde die Feuerwehr Schöningen mit dem Alarmstichwort „B_2 Dachstuhlbrand“ in die Königsberger Straße in Schöningen alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar, wie es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr heißt.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte und einer umgehenden Erkundung stellte sich heraus, dass es sich nicht um einen Dachstuhlbrand, sondern um einen Wohnungsbrand in voller Ausdehnung in einer Reihenhaushälfte handelte. Zudem wurde eine Person im Gebäude vermisst. Aufgrund der Lage wurden die Ortsfeuerwehren aus Esbeck und Hoiersdorf zur Unterstützung nachalarmiert. Unverzüglich leiteten die Einsatzkräfte eine intensive Menschenrettung unter Atemschutz ein. Trotz des schnellen Eingreifens konnte der männliche Bewohner nur noch leblos im Gebäude aufgefunden und anschließend geborgen werden. Der mit dem Rettungshubschrauber eingetroffene Notarzt stellte vor Ort den Tod der Person fest.
Straße gesperrt
Im weiteren Verlauf wurde die Brandbekämpfung mit mehreren Trupps unter Atemschutz durchgeführt. Das Feuer konnte zeitnah unter Kontrolle gebracht werden. Die umfangreichen Nachlöscharbeiten zogen sich über etwa eineinhalb Stunden hin, um versteckte Glutnester auszuschließen. Während der Maßnahmen war die Königsberger Straße vollständig gesperrt. Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss der Löscharbeiten von der Polizei beschlagnahmt, die nun die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat.
Zahlreiche Kräfte im Einsatz
Neben dem Notarzt waren zwei Rettungswagen am Einsatz beteiligt. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz, unterstützt von Polizei, dem Rettungsdienst und der Kreisfeuerwehr mit dem Abrollcontainer Atemschutz. Ebenfalls am Einsatzort waren der Kreisbrandmeister, der stellvertretende Abschnittsleiter Süd des Landkreises Helmstedt, sowie der Bürgermeister der Stadt Schöningen und der Ordnungsamtsleiter.
Nach dem Einsatz fand eine ausgiebige Nachbesprechung unter Beteiligung der PSNV-E-Einheit des Landkreises Helmstedt statt. Diese speziell geschulten Kräfte für psychosoziale Notfallversorgung begleiteten die beteiligten Einsatzkräfte und boten die Möglichkeit, das Erlebte gemeinsam aufzuarbeiten.

