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Helmstedter Bahnhof: SPD fordert neues Nutzungskonzept



Helmstedt

Helmstedter Bahnhof: SPD fordert neues Nutzungskonzept

von Eva Sorembik


Die Stadt hatte auf einer Auktion in Berlin das Gebäude 2015 für nur 73.000 Euro ersteigert. Doch es entpuppte sich als Schuldenfalle. Foto: Stadt Helmstedt
Die Stadt hatte auf einer Auktion in Berlin das Gebäude 2015 für nur 73.000 Euro ersteigert. Doch es entpuppte sich als Schuldenfalle. Foto: Stadt Helmstedt Foto: Stadt Helmstedt

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Helmstedt. Seit Jahren ist die Nutzung des Bahnhofsgebäudes Gesprächsthema. Mal mehr, mal weniger. Nun sorgt die SPD dafür, dass das Thema in Politik und Verwaltung wieder in den Fokus rückt. Die Sozialdemokraten fordern die Verwaltung auf, bis Mai ein Konzept für eine nachhaltige und finanziell vertretbare Nutzung des Bahnhofsgebäudes vorzulegen.



In dem Antrag, den die SPD in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung einbringen wird, geht es den Sozialdemokraten darum,das Projekt voranzutreiben und seine Priorität wieder zu stärken. So soll die Verwaltung in der geforderten Beschlussvorlage nicht nur ein Nutzungskonzept mit entsprechender Förderkulisse vorlegen, sondern auch Alternativen aufzeigen, falls sich die bislang von der Verwaltung favorisiertenMöglichkeiten als unrealistisch erweisen sollten.

Ende für Schuldenfalle


Bislang sei trotz mehrfacher Ankündigung seitens der Verwaltung kein belastbares Nutzungskonzept vorgelegt worden, so die Kritik der SPD, und das Thema dränge.



Die notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen des Gebäudes könntendurch die derzeit noch zu erzielenden Mieteinnahmen nicht gedeckt werden, so dass das entstehende Defizit durch die Zinserträge der Stiftung ausgeglichen werden müsse. Folge:Neue Fördermittel der Stiftung für Baumaßnahmen an Baudenkmalen können aufgrund der hohen Kosten für das Bahnhofsgebäude nicht mehr bewilligt werden. "Es stellt sich die Frage, ob diese Situation noch mit der Satzung der Stiftung in Übereinstimmung zu bringen ist", gibt die SPD in ihrem Antrag zu bedenken.

Auch die Kosten für die notwendige Sanierung seien ein "Unsicherheitsfaktor", so die weitere Kritik der Sozialdemokraten. Sei 2012 bei einer Umwandlung der Räumlichkeiten in Büroräume noch von einem Investitionsbedarf von 500.000 Euro die Rede gewesen, seiendie geschätzten Kostenfür eine Gesamtsanierung 2015 bereits mit 843.000 Euro angesetzt worden. In November letzten Jahres sei dann die Rede von notwendigen baulichen Investitionen in Höhe von 2,5 bis 3Millionen Euro gewesen. "Das ist eine Kostensteigerung von 600Prozent."


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