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Herzog-August-Bibliothek soll "nationales Zentrum für das alte Buch" werden

Die regionalen CDU-Landtagsabgeordneten informierten sich über die Pläne zu einem Erweiterungsbau an der Lessingstraße.

Die CDU-Abgeordnetengruppe besuchte die HAB.
Die CDU-Abgeordnetengruppe besuchte die HAB. Foto: CDU

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08.07.2020

Wolfenbüttel. Die Herzog-August-Bibliothek bekam am Dienstagnachmittag Besuch aus dem Niedersächsischen Landtag. Die Hildesheim-Braunschweig-Landtagsgruppe der CDU informierte sich auf Einladung des Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg im Rahmen ihrer Sommerreise über die Pläne zu einem Erweiterungsbau an der Lessingstraße. Das berichtet Frank Oesterhelweg in einer Pressemeldung.



„Wir unterstützen das Vorhaben, die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel zu einem nationalen Zentrum für das alte Buch auszubauen. Ein Erweiterungsbau zwischen Museum und Magazin entlang der Oker ist genau das Richtige, um den modernen, digitalen Anforderungen an die wissenschaftliche Aufbereitung der bedeutenden Handschriftensammlungen gerecht werden zu können“, schilderte Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg nach einem Rundgang durch die historisch interessante Ausstellung zu den Weißenburger Handschriften.

Den Bedürfnissen der Spitzenforschung entsprechen


Mit über 12.000 Handschriften gehört die niedersächsische Bibliothek zu einem der fünf nationalen Kompetenzzentren für mittelalterliche Handschriften, was der stellvertretende Direktor Dr. Johannes Mangei den Abgeordneten vor Ort verdeutlichte. Mittels moderner OCR Technik sei man gerade durch mehrere Projekte dabei, die Digitalisierung der Sammlung voranzutreiben. Ganz den Bedürfnissen der Spitzenforschung entsprechend sollen digitale Volltexte erstellt du mit XML-Informationen ergänzt und verlinkt werden. „Es wäre schön, wenn wir diese nationalen Projekte künftig von Wolfenbüttel aus koordinieren könnten“, sagte Mangei zu den Abgeordneten. „Wir sind stolz auf die einzigartige Sammlung und unternehmen alles dafür, um die Bedeutung auf nationaler Ebene hervorzuheben“, schloss sich der Stellvertretende Landrat Uwe Schäfer (CDU) aus Apelnstedt an.

Gerade seit dem Corona-Shutdown habe sich gezeigt, dass die Nachfrage nach digitalisierten und wissenschaftlich aufbereiteten Medien international enorm gestiegen sei. Und der eingeschlagene Weg eines starken Engagements für ein weltweit öffentlich zugängliches Informationsnetzwek (open-access-Gedanke) habe sich als völlig richtig herausgestellt. Seit Wochenbeginn ist die Herzog-August-Bibliothek aber auch wieder für Besucher vor Ort geöffnet.

Im Anschluss an den Museumsbesuch luden Frank Oesterhelweg, Uwe Schäfer und die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Sarah Grabenhorst-Quidde die Abgeordneten zu einem kleinen informativen Rundgang über den neu gestalteten Platz vor dem Wolfenbüttler Schloss ein.


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