Wolfenbüttel

Herzogsberge sollen wilder werden


Die Herzogsberge bei Cremlingen. Foto: Diethelm Krause-Hotopp
Die Herzogsberge bei Cremlingen. Foto: Diethelm Krause-Hotopp Foto: Privat

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14.12.2015




Cremlingen. Einstimmig sprachen sich die Cremlinger Grünen auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung dafür aus, dass die Herzogsberge ihren Anteil an der natürlichen Waldentwicklung (NME) erhöhen sollten. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium will gemeinsam mit dem Umweltressort den Anteil der natürlichen Waldentwicklung (NWE) im Landeswald auf zehn Prozent erhöhen.

Pflegemaßnahmen und Holzernte sollen dort künftig unterbleiben, berichten die Cremlinger Grünen in einer Pressemitteilung. "Wir unterstützen die Ziele des Landwirtschaftsministers Meyer, Niedersachsens Wälder noch ein Stück wilder zu gestalten. Unzählige Tier- und Pflanzenarten werden davon profitieren und die biologische Vielfalt wird deutlich erhöht", so Ulrike Siemens von den Cremlinger Grünen. Zum Regierungswechsel 2013 seien 5,1 Prozent des Landeswaldes nutzungsfrei gewesen. Jetzt seien bereits 8,3 Prozent der Landeswaldfläche als nutzungsfrei gesichert. Um bis 2020 das Ziel von Zehn-Prozent zu erreichen, könnten auch Bürgerinnen und Bürger eigene Vorschläge für weitere Landesflächen machen, die in das Programm aufgenommen werden sollen.
Daher unterstützen die Cremlinger Grünen die von Martin Steinmann, der die Herzogsberge schon seit Jahren als Spechtexperte kartiert, gemachten Erweiterungsvorschläge.

"Neben den Landesforst-Flächen können aber auch Wälder in privater Hand dem Ziel der natürlichen Waldentwicklung unterstellt werden. Privatwaldbesitzer, Kirchen, Kommunen, Verbände und Stiftungen können dem guten Beispiel der Landesforsten folgen und weiterhin eigene Wälder für das NWE-Programm melden", so die Cremlinger Grünen.


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