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Hitze: Tödliche Gefahr für Haustiere



Wolfenbüttel

Hitze: Tödliche Gefahr für Haustiere

von Robert Braumann


Auch eine Form sich abzukühlen: Ein Hund lässt sich ein Eis schmecken. Foto: Anke Donner.
Auch eine Form sich abzukühlen: Ein Hund lässt sich ein Eis schmecken. Foto: Anke Donner. Foto: Anke Donner

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Wolfenbüttel. Die Rückkehr der sommerlichen Temperaturen haben viele herbeigesehnt – Tiere gehören allerdings nicht zu diesen „Sonnenanbetern“. Der Grund: Hund, Katze und Co. können sich im Unterschied zum Menschen nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen, sondern allein durch Trinken beziehungsweise durch Hecheln. Besonders ein Auto in der Sonne kann zur Todesfalle werden, auch für Kinder.

Erst in der letzten Hitzeperiode gab es in Braunschweig wieder einen alarmierenden Fall. Besorgte Bürger hatten bei der Polizei angerufen, da sich ein Hund in einem Auto befand, dass in der prallen Sonne abgestellt wurde. Die Einsatzkräfte befreiten das Tier schließlich aus dem Hitze-Gefängnis (RegionalHeute.de berichtete). Aber auch in Wolfenbüttel gibt es immer wieder Fälle wie diesen, wie Frank Oppermann, Pressesprecher der Polizei Wolfenbüttel berichtet. Er erklärt, dass die Polizei in solchen Gefahrensituationen der richtige Ansprechpartner sei. Diese versuche dann zunächst den Inhaber des Autos zu erreichen. Im Notfall könne es allerdings auch dazu kommen, dass eine Scheibe eingeschlagen werden muss um das Tier zu befreien. Nicht jeder Hund, der alleine im Auto sitzt, stelle eine Gefahrensituation dar, so Frank Oppermann, falls Passanten aber beobachten könnten, dass tatsächlich die Gefahr einer Überhitzung vorliege, dann sollten sie nicht zögern, die Polizei zu alarmieren. Schließlich kommt es immer wieder vor, dass Menschen Tiere oder Kinder auch bei hohen Temperaturen im Auto lassen und wie der Fall in Braunschweig zeigt, reicht es dann auch nicht aus, die Fenster einen Spalt weit zu öffnen.

Geld- und Freiheitsstrafe möglich


Weil viele Tierhalter nicht um die Gefahren wissen, sterben jährlich unzählige Tiere, so der Deutsche Tierschutzbund. Selbst bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steige die Temperatur im parkenden Auto rasch auf 50 Grad und mehr an. Eine tödliche Falle für Tiere. Manche würden zudem vergessen, dass die Sonne wandert. Die Folge: Das im Schatten abgestellte Fahrzeug steht nach kurzer Zeit wieder in der Sonne. Auch wer das Auto nur kurz verlasse, solle das Tier niemals im Fahrzeug zurücklassen, da schließlich immer etwas dazwischen kommen und die Rückkehr verzögern könnte. Für sein unverantwortliches Handeln kann der Tierhalter nach §17 Tierschutzgesetz zur Rechenschaft gezogen und mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bestraft werden.

Tödlicher Hitzeschlag – Warnsignale erkennen


Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sei ebenso wichtig wie ein Schattenplatz, an den sich das Tier zurückziehen kann. Um große Hitze zu meiden, sollte das Gassigehen mit dem Hund in die Morgen- und Abendstunden sowie in schattige Waldgebiete verlegt werden. Auch im Käfig oder im Außengehege lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen, ob das Gehege sich den ganzen Tag über im Schatten befindet. Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals seien einige Anzeichen dafür, dass Hunden und Katzen die Hitze zu sehr zusetzt. Außerdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzeschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen kann. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzeschlag deuten, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen, so der Tierschutzbund.


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