Hitzeschutz durch Wärmedämmung? Warnung vor falschen Versprechen

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen klärt über irreführende Werbeversprechen auf. Worauf Eigentümer jetzt achten sollten.

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Symbolbild | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Region. Eine fachgerechte Dämmung hilft nicht nur Heizenergie im Winter zu sparen, sondern schützt im Sommer auch wirksam vor Hitze. Wenn es um das energetische Sanieren geht, kursieren aber weiterhin falsche Annahmen und überzogene Werbeversprechen, die dazu führen, dass Fassaden nur unzureichend gedämmt werden, warnt die Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen in einer Pressemitteilung.



„Verbraucherinnen und Verbraucher sollten skeptisch sein, wenn mit vermeintlichen Wunderlösungen geworben wird“, sagt Ulrike Kupka, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Welche Dämm-Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer vom konkreten Gebäude ab.“ Häufig werben Anbieter mit pauschalen Energieeinsparungen oder angeblich einfachen Alternativen zur klassischen Wärmedämmung. Doch nicht alle Aussagen halten einer fachlichen Prüfung stand.

Drei Mythen auf dem Prüfstand


Mythos 1: "Mit Dämmung lassen sich immer 50 Prozent Energie einsparen." Solche pauschalen Versprechen sind unseriös, meint die Verbraucherzentrale. Wie hoch die tatsächliche Energieeinsparung ausfällt, hänge unter anderem vom Zustand des Gebäudes, der Bauweise, dem Heizsystem und dem individuellen Nutzungsverhalten ab. Verlässliche Aussagen ließen sich nur auf Grundlage fachlicher Berechnungen oder konkreter Gebäudedaten treffen.

Mythos 2: "Dünne Anstriche oder Folien ersetzen Wärmedämmung." Immer wieder würden Produkte wie spezielle Beschichtungen, Farben oder Folien als Ersatz für eine fachgerechte Wärmedämmung beworben. „Eine wirksame Wärmedämmung braucht geeignete Materialien und eine ausreichende Dämmstärke“, erklärt Kupka. „Dünne Beschichtungen oder Anstriche erzielen keine vergleichbare Dämmwirkung.“

Mythos 3: "Für jedes innovative Produkt gibt es Fördermittel." Auch bei Förderversprechen lohnesich ein genauer Blick: Nicht jedes als innovativ beworbene Produkt erfüllt diese Voraussetzungen. „Förderfähig sind nur Maßnahmen, welche die technischen Mindeststandards tatsächlich einhalten“, so Kupka. „Werbeaussagen allein reichen dafür nicht aus.“

Angebot der Energieberatung


Weitere Fragen rund um Wärmedämmung, Hitzeschutz und energetische Sanierung beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot – telefonisch, online, per Video oder im persönlichen Gespräch. Mit dem „Wärmepumpen-Angebotsvergleich“ können Verbraucher außerdem bis zu drei Angebote unabhängig prüfen lassen. Die Fachleute informierten anbieterunabhängig und individuell.

Mehr Informationen gibt es auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter der bundesweit kostenfreien Hotline 0800 809802400 sowie in Vorträgen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.