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Hochwassereinsatz: So funktioniert die Technische Einsatzleitung der Feuerwehr

Am vergangenen Wochenende kam es durch vermehrte Starkregenfälle zu Überschwemmungen im Landkreis Goslar. Die Feuerwehr war im Hochwassereinsatz.

Sandsackabfüllplatz Kieswerk Harlingerode.
Sandsackabfüllplatz Kieswerk Harlingerode. Foto: Feuerwehr Bad Harzburg

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17.06.2020

Bad Harzburg. Während der ersten Unwetterwelle, die am Samstag über den Landkreis Goslar hinweggezogen ist, mussten die Feuerwehren zirka 180 Einsätze abarbeiten. Zur Koordinierung der Einsätze wurde gegen 17:00 Uhr die Technische Einsatzleitung der Kreisfeuerwehr Goslar (TEL) einsatzbereit gemeldet. Zuvor liefen diverse Vorbereitungsmaßnahmen durch den Kreisbrandmeister und den Sachgebietsleiter (S 1) der TEL seit 8:31 Uhr. Die Feuerwehr Bad Harzburg gibt in einer Pressemitteilung einen Überblick über die Koordinierung des Einsatzgeschehens.


Die TEL hat anschließend die eingesetzten Feuerwehren in logistischer Hinsicht unterstützt. Nachdem die Gemeinde Lutter 400 Sandsäcke angefordert hatte, wurde der Hochwasserschutzzug der Kreisfeuerwehr alarmiert und in den Einsatz entsendet.

Auf dem Gelände des Kieswerkes in Harlingerode an der B 6 wurde die Sandsackfüllmaschine in Stellung gebracht und es wurde die angeforderten Sandsäcke gefüllt. Die anschließend von der Gemeinde Lutter abgeholt wurden. Dieser Einsatz war eine Premiere für den neu gegründeten Hochwasserschutzzug, der zuvor auch wegen der Corona-Auflagen solch ein Szenario nicht üben konnte. Und somit von 0 auf 100 sprichwörtlich ins „kalte Wasser“ geworfen wurde.

DRK siedelte Pflegeheimbewohner um


Zeitgleich wurde damit begonnen, 22 Bewohner eines Pflegeheimes im Lutter anderweitig unterzubringen, nachdem das Pflegeheim einen Hochwasserschaden erlitten hatte. Hierzu wurde von der TEL der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und der Bereitschaftsleiter des DRK alarmiert, die anschließend die Verlegung der Bewohner mittels DRK Einsatzkräften durchführten.

Der Fachberater „Wetter“ Arne Bastian unterstützte die TEL wieder in hervorragender Weise. Da die Nacht zu Sonntag ruhig verlaufen sollte, ging die TEL bis Sonntag 8:00 Uhr in Standby. Am Sonntagmorgen habe man dann über das weitere Vorgehen entschieden.

An dieser Stelle ergeht an den Betriebsleiter des Kieswerkes ein besonderes Dankeschön, dass er sein Gelände der Feuerwehr zur Verfügung gestellt hat.

Nachdem die gesamte Nacht ruhig verlaufen ist, trafen sich am Sonntag gegen 7:30 Uhr die Mitglieder der TEL-Frühschicht wieder in der FTZ Goslar. Um 8:15 Uhr fand zusammen mit dem Lagedienstführer der FERLS und dem Wetterfachmann Arne Bastian eine Lagebesprechung statt.

TEL im Standby-Modus


Nach der Lagebeurteilung wurde beschlossen, dass die TEL weiterhin im Standby-Modus bleibt und die Mitglieder der TEL wieder nach Hause entsandt werden, da es derzeitig keine Einsatzaufträge gibt. Sollte sich die Lage wieder zuspitzen, so hätte in kurzer Zeit der Dienstbetrieb der TEL wieder aufgenommen werden können.

Da es anschließend den gesamten Sonntag keine größeren Hochwasser- oder Unwettereinsätze gab, wurde um 19:02 Uhr die TEL Bereitschaft durch den S 1 aufgehoben.

Insgesamt mussten zirka 200 Einsatzstellen abgearbeitet werden.

Feuerwehr sagt Danke


Ein besonderer Dank ergeht an die Kameradinnen und Kameraden der Technischen Einsatzleitung, die sich aus den verschiedensten Ortsfeuerwehren aus dem Landkreis Goslar rekrutieren, unter der Leitung des Sachgebietsleiters Frank Bock.

Dank gebührt den Kameradinnen und Kameraden des Hochwasserschutzzuges, bestehend aus den Ortsfeuerwehren Dörnten und Othfresen, sowie den Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Jerstedt (als FTZ-Feuerwehr). Gedankt sei auch dem Bereitschaftsdienst der FTZ Goslar, der Verwaltung des Landkreises Goslar mit dem Fachbereich 3, dem Organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes und dem Bereitschaftsleiter des DRK-Kreisverband Goslar, sowie den Einsatzkräften der DRK-Einheiten aus dem Landkreis Goslar. Großer Dank gebührt auch den Mitarbeitern der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle in Goslar.


Aufbau und Einrichtung der TEL in den Räumen der FTZ Goslar. Foto: Feuerwehr Bad Harzburg


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