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Hubertus Heil besucht Eisengießerei Ferrotec in Gifhorn

von Christoph Böttcher


Albrecht Düse (Vorsitzender des SPD Ortvereins Gifhorn), Hubertus Heil (SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Gifhorn/ Peine), Ulrich Stenzel (Vorsitzender der SPD Stadtratsfraktion Gifhorn), Ralf Richter (Geschäftsführer Ferrotec) und Tobias Heilmann (Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Gifhorn). Foto: Christoph Böttcher
Albrecht Düse (Vorsitzender des SPD Ortvereins Gifhorn), Hubertus Heil (SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Gifhorn/ Peine), Ulrich Stenzel (Vorsitzender der SPD Stadtratsfraktion Gifhorn), Ralf Richter (Geschäftsführer Ferrotec) und Tobias Heilmann (Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Gifhorn). Foto: Christoph Böttcher Foto: Christoph Böttcher

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01.03.2017

Gifhorn. Am heutigen Mittwoch Mittag besuchte der Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil die Eisengießerei Ferrotec in Gifhorn. Neben einer obligatorischen Werksführung hörte sich der SPD-Politiker auch die Sorgen und Wünsche des Geschäftsführers an.


Einleitend erklärte Heil zunächst, was ihn zur Firma Ferrotec geführt hat: "Als Abgeordneter im Landkreis muss man wissen, wie es der ansässigen Wirtschaft geht." Da er als Bundestagsabgeordneter auch in Berlin für Wirtschaft, Bildung und Energiepolitik zuständig ist, möchte er versuchen lokale Belange auch auf Bundesebene anzusprechen.

Im Gespräch, in dem der Geschäftsführer Ralf Richter das Unternehmen vorstellte, bezeichnete Heil den Betrieb als Musterbeispiel eines mittelständischen Betriebes. Dabei interessierte ihn vor allem, aus welchen Gründen nicht auch Ferrotec seine Produktion ins billigere Ausland verlegt habe. Richter meinte dazu, dass ihm die heimische Wirtschaft wichtig sei, insbesondere als gebürtiger Gifhorner eben dieser Standort und resümierte: "Wenn das weg ist, ist das weg."

Lokale Firma auf dem internationalen Markt


Die Firma ist dabei sehr international aufgestellt, die Exportrate beträgt derzeit rund 50 Prozent und ist weiterhin steigend. Ziel der Exporte sindneben dem europäischen Binnenmarkt vor allem die USA und Asien. Auf die Nachfrage Heils, ob die USA auch unter Trumps Protektionismus weiterhin einen derart großen Anteil ausmachen würden, antwortete Richter, dass ihm der amerikanische Präsident egal sei. Man müsse die Entwicklungen abwarten, große Veränderungen erwarte er aber auch unter Trump nicht.

Auch dem Wandel zur E-Mobilität steht Richter entspannt gegenüber, obwohl Ferrotec maßgeblich Brems- und Kupplungsteile für die Autoindustrie fertigt. Bis dieser Wandel auch Realität würde, könnten noch zehn Jahre vergehen, so Richter. Außerdem habe seine Firma auch den großen Anstieg der Rohstoffpreise 2001 sowie die Finanzkrise 2007 überstanden.

Der Standort besteht seit 1952, zunächst unter Teves, später Continental. Seit 1996 ist das Unternehmen als Ferrotec unabhängig. Aktuell werden rund 50 Mitarbeiter beschäftigt, darunter vier Auszubildende, von denen zwei Flüchtlinge von der Elfenbeinküste sind.


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