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Hündin gesucht: Wer hat gehörlosen Cocker-Spaniel gesehen?

von Anke Donner


Die Hündin Hündin Susci wird gesucht. Das 
entlaufene Tier kann sich nur eingeschränkt orientieren, da es taub ist. Fotos: Privat
Die Hündin Hündin Susci wird gesucht. Das entlaufene Tier kann sich nur eingeschränkt orientieren, da es taub ist. Fotos: Privat

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12.12.2017

Braunschweig. Am 7. Dezember ist die schwarze Cocker-Spaniel-Hündin Susci in den Parkanlagen am Schloss Richmond entlaufen. Nun bitten Besitzer und auch ein Tierarzt aus Braunschweig um Mithilfe aus der Bevölkerung. Denn die Hundedame ist taub und kann sich so gut wie gar nicht orientieren.


Die Tierarztpraxis am Viewegsgarten möchte mit ihrem Aufruf nicht nur dafür sorgen, dass Susci bald wieder zu Frauchen und Herrchen kann, sondern auch auf das Besondere bei der Hündin aufmerksam machen.

Anfangs wurde das Tier im Süden Braunschweigs in der Nähe vom Kennelbad gesehen, mittlerweile sind sich Hundeführerin Heike Wienäber und Heino Krannich, Experte für die Sicherung entlaufener Hunde, sehr unsicher. Die Braunschweiger Tierärztin Carolin Pokriefke weiß: „Der elf Jahre alte Cocker-Spaniel ist seit langer Zeit vollständig ertaubt. Dadurch kann die Hündin nicht auf Rufe oder Pfiffe reagieren.“ Da auch Umweltlärm wie Verkehrsgeräusche von ihr nicht wahrgenommen werden können, ist das Nähern von Straßen oder Autobahnen riskant. Dadurch bestehe nicht nur für das Tier, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer eine ernste Gefahr.

„Der Hund scheint sich zum Phantom zu entwickeln. Doch solange uns keine Sichtungen aus der Bevölkerung genannt werden, können wir kaum etwas machen“, sagt Krannich. Susci trug zum Zeitpunkt des Entlaufens ein schwarzes Brustgeschirr mit einem roten Halsband, das mit einer langen Schleppleine verbunden war. Probleme bereiten dem Fachmann für Tiersicherung das Fehlverhalten einzelner Bürger. Ein Passant habe vergeblich versucht, den entlaufenden Jagdhund einzufangen. Krannich: „Diese Versuche führen dazu, dass die Tiere vertrieben werden. Nach einiger Zeit fern der heimischen Umgebung scheuen Hunde und werden ängstlich. So lassen sie sich nicht festsetzen.“ Wichtig sei: „Wer den Hund sieht, bitte nicht direkt anblicken, nicht ansprechen und keinesfalls auf ihn zugehen.“

In diesem Fall sollten Mitbürger sich umgehend melden und möglichst genau den Sichtungsort unter der Rufnummer 0531-796679 bekanntgeben. Die Tierarztpraxis am Viewegsgarten ist über die Besonderheiten des Spaniels informiert und wird das weitere Vorgehen in die Wege leiten.


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