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IGS im Kreis - Elternrat will weiterhin Geschwisterregelung

von Anke Donner


Aus der Elm-Asse-Schule in Schöppenstedt wird eine Gesamtschule. Der Kreis-Schulausschuss soll die Schulbezirke festlegen. Zudem will der Kreiselternrat bewirken, dass es ein IGS-Wahlrecht für Geschwisterkinder gibt. Foto: Jan Borner
Aus der Elm-Asse-Schule in Schöppenstedt wird eine Gesamtschule. Der Kreis-Schulausschuss soll die Schulbezirke festlegen. Zudem will der Kreiselternrat bewirken, dass es ein IGS-Wahlrecht für Geschwisterkinder gibt. Foto: Jan Borner Foto: Jan Borner

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06.02.2017

Landkreis. Am 15. Februar soll im Ausschuss für Schule und Sport über die Festlegung der Schulbezirke für die Gesamtschulen beraten werden. Zudem soll über einen Antrag des Kreiselternrats gesprochen werden. Dieser möchte die Geschwisterregelung behalten.


Für die Gesamtschule, die ab dem kommenden Schuljahr in Schöppenstedt eingerichtet werden soll (regionalHeute.de berichtete), sollen in der Sitzung die Schulbezirke festgelegt werden. Laut Vorlage soll für die Jahrgänge fünf bis zehn der Integrierten Gesamtschulen im Gebiet der Stadt Wolfenbüttel ein gemeinsamer Schulbezirk festgelegt werden. Diesemgemeinsamen Schulbezirk sollen Schüler aus der Stadt Wolfenbüttel, der Samtgemeinde Baddeckenstedt, der Einheitsgemeinde Cremlingen, der Samtgemeinde Oderwald, der Einheitsgemeinde Schladen-Werla und der Samtgemeinde Sickte ohne die Ortsteile Evessen, Gilzum, Hachum, Dettum, Mönchevahlberg, Weferlingen zugeordnet werden. Diese Schüler hätten ein Wahlrecht zum Besuch der Integrierten Gesamtschulen in der Stadt Wolfenbüttel und der IGS in Schöppenstedt.

Die Schülerinnen und Schüler aus der Samtgemeinde Baddeckenstedt könnten zwischen den Integrierten Gesamtschulen in der Stadt Wolfenbüttel sowie entsprechend von Vereinbarungen mit der Stadt Salzgitter und der Stadt Hildesheim zum Besuch der IGS Salzgitter, der Oskar-Schindler-Gesamtschule oder der Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim. Die Schülerinnen und Schüler aus der Samtgemeinde Elm-Asse, sowie aus Evessen, Gilzum, Hachum, Dettum, Mönchevahlberg und Weferlingen sollen die Schule in Schöppenstedt besuchen. Vorbehaltlich der der Zustimmung des Kreistages Helmstedt am 8. Februar könnten die IGS in Schöppenstedt auch Schüler aus der Samtgemeinde Heeseberg im Landkreis Helmstedt besuchen.

Kreiselternrat will Geschwisterreglegung behalten


Sollte sich der Schulbezirk sich dahingehend ändern, dass Schüler beispielsweise aus groß Denkte auf die IGS Schöppenstedt gehen müssten, würde auch die Geschwisterregelung nicht mehr greifen (regionalHeute.de berichtetet). Hier möchte aber der Kreiselternrat erwirken, dass diese, von den Schulen angebotene Regelung, doch noch eine Option bildet. Ein entsprechender Antrag soll ebenfalls im Schulausschuss thematisiert werden. Laut Antrag soll den Schülern aus den Gemeinden Dettum und Evessen ein Wahlrecht eingeräumt werden, wenn bereits Geschwister auf eine IGS in Wolfenbüttel gehen. Begründet wird der Antrag damit, dass Kinder keinen sicheren IGS-Platz mehr hätten, wenn es zu einem Losverfahren kommen würde. Zudem würden die Eltern die Arbeitsweise an der neuen Schule nicht kennen. Elternabende würden dann an verschiedenen Schulen stattfinden, ebenso Veranstaltungen. Hinzu käme, dass sich viele der Schüler bereits mit ihren Freizeitaktivitäten nach Wolfenbüttel orientiert hätten und der höhere Zeitaufwand dann die Gestaltung der Freizeit schwieriger machen würde. Zudem argumentiert der Elternrat, dass es derzeit an direkten Bus-oder Zugverbindungen nach Schöppenstedt mangeln würde.

Eine Geschwisterregelung würde aus Sicht der Verwaltung den Standort Schöppenstedt schwächen, teilte diese mit. Daten über Geschwisterkinder, die ab dem kommenden Schuljahr eine Gesamtschule besuchen wollen, lägen jedoch nicht vor. Im laufenden Schuljahr würden insgesamt 46 Schülerinnen und Schüler aus der Samtgemeinde Elm-Asse und den Gemeinden Dettum und
Evessen im fünften Jahrgang Gesamtschulen in Wolfenbüttel besuchen. Davon seien zehn Geschwisterkinder. Unter der Annahme, dass auch im nächsten Schuljahrgang zehn Geschwisterkinder vorhanden seien, würde die für die IGS Schöppenstedt prognostizierte Schülerzahl von 78 nicht erreichtwerden. Aus der Samtgemeinde Heeseberg werden pro Schuljahrgang etwa fünf Kinder erwartet. Eine Geschwisterregelung würde das Erreichen der geforderten Mindestschülerzahl von 72 erschweren, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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