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Im Lechlumer Holz finden die geliebten Haustiere ihre letzte Ruhe

Hier können die Vierbeiner zwischen Bäumen und Büschen bestattet werden.

von Anke Donner


Auf dem Tierfriedhof "Abschiedswald Lechlumer Holz" finden Haustiere ihre letzte Ruhe.
Auf dem Tierfriedhof "Abschiedswald Lechlumer Holz" finden Haustiere ihre letzte Ruhe. Foto: Anke Donner

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15.09.2020

Wolfenbüttel. Hund, Katze und Co. sind für viele Menschen mehr als nur ein Haustier – sie sind Freunde, Spielkameraden und Wegbegleiter. Stirbt der pelzige Freund, hinterlässt er tiefe Trauer und die Frage: Wohin mit den sterblichen Überresten? Für viele Tierfreunde ist die Frage oft schnell geklärt. Der eigene Garten soll zur letzten Ruhestätte werden. Doch was, wenn man keinen Garten hat? Dann können die Vierbeiner beispielsweise auf dem Tierfriedhof in Wolfenbüttel beigesetzt werden.


Am Rande der Stadt liegt der Abschiedswald Lechlumer Hoz. Hier können große und kleine Haustiere würdevoll und in einer idyllischen und absolut natürlichen Umgebung bestattet werden. Denn der Abschiedswald ist so gestaltet, dass Tier und Natur eins werden, denn der Wald soll auch Wald bleiben. Und wo könnte sich ein Tier wohler fühlen, als zwischen Bäumen und Sträuchern?


Die Gräber verschmelzen mit dem Wald - so ist es gewünscht. Foto: Anke Donner



Direkt am Ortsausgang von Wolfenbüttel an der B79 liegt der Abschiedswald „Lechlumer Holz“ nur unweit des Parkplatzes Antoinettenruh und wird von den den Landesforsten und Natura Tierbestattungen unterhalten. Kaum hat man das Areal betreten, sieht man auch schon die kleinen, gepflegten Gräber, die mit schlichten Holzkreuzen versehen sind. Und auch die Einfassungen sind ganz naturbelassen.

Ganz billig ist die Wald-Bestattung aber nicht. Wer hier seinen geliebten Vierbeiner bestatten lassen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Dafür bekommt man aber das Rundum-Sorglos-Paket und kann so ziemlich zu jeder Zeit seinen pelzigen Freund besuchen. Mehr Infos gibt es hier.

Wolfenbüttel ist nicht die einzige Stadt, die einen Tierfriedhof hat. Auch der Tierschutzverein Braunschweig bietet bereits seit 1982 auf einer Fläche oberhalb des Tierschutzgeländes Tierbestattungen an. Seit dem Jahr 2005 können hier Tiere auch anonym bestattet werden. Mehr zum Tierfriedhof Braunschweig finden Sie im Internet unter www.tierschutz-braunschweig.de. Auch in Salzgitter, Vorsfelde und Vechelde gibt es Tierfriedhöfe, die sowohl Erdbestattungen als auch Einäscherungen anbieten.

Letzte Ruhe im heimischen Garten - darf man das?


Wir haben bei der Abteilung Verbraucherschutz- und Veterinärangelegenheiten des Landkreises Wolfenbüttel nachgefragt. Dort erklärte man, dass nach dem geltenden Tierkörperbeseitigungsrecht grundsätzlich nicht nur landwirtschaftliche Nutztiere sondern auch Heimtiere wie zum Beispiel Hunde, Katzen oder Meerschweinchen in einer Tierkörperbeseitigungseinrichtung zu beseitigen seien. Ausnahmsweise dürften aber auch einzelne Körper von privat gehaltenen Heimtieren auf einem Grundstück mit Einwilligung des Grundstücksbesitzers vergraben werden, jedoch nicht in Wasserschutzgebieten und nicht in unmittelbarer Nähe öffentlicher Wege und Plätze. Die Tierkörper müssen mit einer ausreichenden, mindestens 50 Zentimeter starken Erdschicht, gemessen vom oberen Rand der Grube, bedeckt werden. Wenn kein eigenes Grundstück vorhanden ist, kann die Tierärztin oder der Tierarzt angesprochen werden. Diese können gegen Entgelt für die Beseitigung sorgen. Alternativ können Heimtiere auch in einem hierfür zugelassenen Krematorium für Heimtiere eingeäschert oder auf einem dafür zugelassenen Tierfriedhof beigesetzt werden. Ein Entsorgung im Hausmüll von toten Heimtieren sei aus seuchenhygienischen Gründen nicht zulässig.


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