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Helmstedt: Impfzentrum in der Kanthalle wird zurückgebaut



Impfzentrum in der Kanthalle wird zurückgebaut

Unter Koordination des Gesundheitsamtes werden zwei Mobile Impfteams des DRK Kreisverbandes Helmstedt Impfungen in Gemeinschaftseinrichtunge in akuten regionalen Fällen vornehmen.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

Helmstedt. Nach neun Monaten Arbeit im Impfzentrum ist nun Schluss. Das Impfzentrum Helmstedt wird – wie landesweit alle anderen stationären Impfzentren auch – nun zurückgebaut. Künftig wird es nur noch mobile Impfteams geben. In der Regel werden Impfungen nun nur noch von den niedergelassenen Ärzten und von Betriebsärzten vorgenommen.



Die stationären Impfzentren wurden bundesweit gegen Ende letzten Jahres innerhalb kürzester Zeit eingerichtet. Eine logistische Meisterleistung – auch hier im Landkreis Helmstedt. THW, die Kreisfeuerwehr, DRK, AWO, Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung zogen mit den Mitarbeitern der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises an einem Strang und konnten pünktlich zum Jahresbeginn das Impfzentrum in der Kanthalle an den Start bringen. Da die Bundesfinanzierung für die kommunalen Impfzentren zum 01. Oktober ausgelaufen ist und die Covid 19- Impfungen in der Regel nun nur noch von den niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten vorgenommen werden sollen, wurde auch das Impfzentrum Helmstedt nun geschlossen und wird derzeit zurückgebaut. „Wir sind froh darüber, die Kanthalle, die mehr als ein Dreivierteljahr nicht dem Sport zur Verfügung stand, wieder dem Vereinssport und dem Sportunterricht zurückgeben zu können“, freut sich Landrat Gerhard Radeck. Dies sei voraussichtlich ab Ende Oktober der Fall.

Mobile Teams im Einsatz


Unter Koordination des Gesundheitsamtes werden zwei Mobile Impfteams des DRK Kreisverbandes Helmstedt gezielte aufsuchende Impfungen in Gemeinschaftseinrichtungen, von bestimmten vulnerablen Gruppen und in akuten regionalen Fällen vornehmen. Diese Teams werden keine Impfungen für die übrigen Einwohnerinnen und Einwohner mehr durchführen können. Das Gesundheitsamt bittet daher, von entsprechenden Anfragen abzusehen. Die Mobilen Impfteams werden voraussichtlich Ende Oktober einsatzbereit sein.


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„Die Inzidenzen im Landkreis Helmstedt sind derzeit noch relativ niedrig“, konstatiert Radeck. „Die Experten gehen jedoch davon aus, dass eine weitere Welle in den kalten Monaten droht. Aktuell erleben wir eine Pandemie der Ungeimpften – zum Teil auch mit schweren Verläufen. Daher mein Appell an alle Ungeimpften: Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, Facharzt oder Betriebsarzt – dem Arzt Ihres Vertrauens – lassen Sie sich beraten und entscheiden dann, ob für Sie eine Impfung sinnvoll ist oder nicht.“


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