Jägermeisterstraße 17 - Abrissarbeiten haben begonnen

Bis Ende Juni soll das Hochhaus verschwunden sein. Konkrete Pläne gebe es für das Grundstück danach noch nicht.

von Marvin König


Mit schwerem Gerät wird das Hochhaus nun ganz langsam von oben nach unten abgetragen.
Mit schwerem Gerät wird das Hochhaus nun ganz langsam von oben nach unten abgetragen. Foto: Matthias Kettling

Wolfenbüttel. Am Montag hat der Abriss des Hochhauses Jägermeister Straße 17 in Wolfenbüttel begonnen. Vorangegangen waren Vorbereitungen, die bis ins Jahr 2017 zurückreichen - zu größeren Problemen sei es dabei nicht gekommen, wie Jägermeister-Unternehmenssprecher Andreas Lehmann betont: "Wir hatten nur einfach keinen Zeitdruck". Weitere Pläne für das Gelände bestünden erst einmal nicht. Es soll dort eine Grünfläche entstehen.


Im Jahr 2017 wurden die Bewohnerinnen und Bewohner der Mieteinheiten informiert, dass ihre Wohnungen von der Wohnbaugenossenschaft Wiederaufbau eG an Mast-Jägermeister verkauft wurden. Ursprünglich sei die Wiederaufbau nur auf Jägermeister zugekommen, um zu fragen, ob das benachbarte Unternehmen möglicherweise den Mobilfunkmast übernehmen könne, da man plane, das Hochhaus Jägermeister Straße 17 abzureißen. Eine Sanierung des Gebäudes sei nicht mehr wirtschaftlich. Jägermeister witterte die Chance auf eine Liegenschaft nahe des Stammwerks: "Wir haben dann auch die Neubautätigkeit in der Ottmerstraße dahingehend unterstützt, dass wir einen guten Preis bezahlt haben für das Grundstück", berichtet Lehmann.

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Website informierte über Fortschritte


Auch bei der sogenannten "Entmietung" der Immobilie, also der Überführung der noch ansässigen Bewohner in neue Wohnungen - auch in den Neubauten an der Ottmerstraße - haben Jägermeister und Wiederaufbau kooperiert. So habe es mehrere Infoveranstaltungen gegeben, auch in den Räumlichkeiten des Jägermeister-Werkes. "Durch den Verkauf der Immobilie an Jägermeister konnte die Wiederaufbau den Bewohnern auch entsprechend attraktive Angebote machen, um im Einzelfall die Bewohner zu unterstützen. Zum Beispiel, wenn gerade jemand eine neue Küche hatte." Zur Information der Be- und Anwohner der Immobilie wurde damals auch die Seite Jaegermeister-Immobilien.de ins Leben gerufen, die bis heute regelmäßige Updates zum Stand der Bautätigkeiten gibt. In der Zwischenzeit wurde auch eine neue Mobilfunk-Antenne auf dem Jägermeister Werk errichtet, erst anschließend konnte die alte Antenne rückgebaut werden, damit es zu keinen Versorgungsunterbrechungen kommt. "Auch Corona hat natürlich eine Rolle bei der langen Vorbereitungszeit gespielt. Jetzt haben wir endlich ein Zeitfenster für den Abriss gefunden."

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Grünfläche als Option für später


Das Gebäude wird nun mit schwerem Gerät von oben nach unten abgerissen. Finanziert wird dieser Abriss komplett von Jägermeister. Abgesehen vom Baulärm bestehe aber im Hinblick auf beispielsweise Staub oder Ähnliches kein konkreter Handlungsbedarf für die Anwohner. "Wir entschuldigen uns natürlich trotzdem für eventuelle Unannehmlichkeiten", so Lehmann. Schätzungsweise bis zum 30. Juni dauern die Abrissarbeiten an. "Da wird zunächst eine Grünfläche entstehen. Diese wird aber leider nicht öffentlich zugänglich sein. Das hat einfach haftungsrechtliche Gründe. Diese Grünfläche wird so lange dort sein bis wir unsere Planungen abgeschlossen haben wie mit den Liegenschaften weiter verfahren werden soll", so Lehmann zum weiteren Verfahren. "Das Grundstück ist sehr nah bei uns am Werksgelände, sodass wir sicher sind, das Gelände zukünftig nutzen zu können. Wir bekennen uns bei Jägermeister klar zum Standort Wolfenbüttel. Und hier ergab sich eine langfristige Planungsmöglichkeit, die wir genutzt haben."


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