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Jagau: „Vors Kanzleramt ziehen und richtige Politik machen“


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Jagau: „Vors Kanzleramt ziehen und richtige Politik machen“

Die parteilose Christiane Jagau wirbt um Unterstützung ihrer Kandidatur und will andere Perspektiven schaffen. Zum Beispiel mit der Einrichtung einer „Bürgerzeit“.

Christiane Jagau will als Landrätin und Bundestagsabgeordnete andere Perspektiven schaffen.
Christiane Jagau will als Landrätin und Bundestagsabgeordnete andere Perspektiven schaffen. Foto: Christiane Jagau

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Region. Christiane Jagau aus Dettum kandidiert als unabhängige Kandidatin für das Amt der Landrätin im Kreis Wolfenbüttel und für einen Sitz im Deutschen Bundestag. Auf regionalHeute.de stellt sie regelmäßig einige ihrer politischen Ziele und Themen vor.

Aktuell wundert sich die Politikerin darüber, dass die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien und Abgeordneten nicht mehr Mitsprache bei den Beschlüssen der „MPK-Konferenzen“ zu den Maßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-Pandemie fordern: „Seit fast einem Jahr regiert die Kanzlerin mit den Länderchefs. Dabei werden doch unsere gewählten Volksvertreter von uns dafür bezahlt, politische Beschlüsse herbeizuführen.“ Jagau fordert mehr Mitsprache durch den Deutschen Bundestag. „Warum ziehen die Abgeordneten eigentlich nicht mal vor das Kanzleramt und demonstrieren für ihre politischen Rechte?“

Mehr Geld und Vollzeitstellen für die Forscher*innen



Jagau selbst will sich im Bundestag für lobbyfreie Forschung in Deutschland engagieren, weil sie es für wichtig erachtet, die Unabhängigkeit von Forscher*innen und Student*innen für die Allgemeinheit zu ermöglichen. „Derzeit ist es so, dass neben den Bundesmitteln weitere Mittel befristet und nur einzelprojektorientiert von Stiftungen oder Unternehmen gefördert werden.“ Außerdem kritisiert die Bundestagskandidatin die Zeitverträge oder die Teilzeitstellen der Forschenden: „Mit Ein- oder Zwei-Jahresverträgen, oft bei Dreiviertel- oder Halbtagsstellen lässt sich doch keine innovative Zukunft gestalten, die einen Know-how-Transfer und damit auch Entwicklungspotential in der industriellen Anwendung liefert.“

Christiane Jagau findet, so dürfe Politik und Gesellschaft nicht mit engagierten jungen Menschen umgehen. „Die wollen schließlich mit ihren Innovationen unsere aller Zukunft verändern.“ Deshalb fordert sie einen höheren Anteil an Bundesmitteln für eine unabhängige Forschung und nur noch Vollzeitstellen für die Wissenschaftler, „um Perspektiven zu schaffen!“

Einen Einblick darüber, wie die Politikerin aus Dettum sich politisch für die Region einsetzt, zum Beispiel im Deutschen Bundestag am 22. April 2020 zur Abfallrückholung aus der Asse (Minute 34) und weitere Themen bekommen Interessierte hier.

Jagau fordert schnelles Internet und eine Bürgerzeit



Auf ihrer Website finden potentielle Unterstützer hier auch die nötigen Formulare, die ihre Kandidatur für den Deutschen Bundestag und als parteilose Landrätin für den Landkreis Wolfenbüttel überhaupt erst ermöglichen. „Ich hatte ja auch schon um Unterstützung geworben.“ Viele ihrer Ideen sind auch unterstützungswürdig: So ist eines ihrer Ziele als Landrätin, die Entwicklung des Landkreises im ländlichen Raum mit besserer Infrastruktur zu fördern. „Es geht mir um die Chancengleichheit von allen Ortschaften im Kreisgebiet, gerade aber auch um die, die weiter vom ‚Speckgürtel‘ der Städte entfernt sind. Nicht nur in Pandemiezeiten sollte schnelles Internet zwingend zur infrastrukturellen Grundausstattung der ländlichen Bereiche zählen.“

Christiane Jagau möchte mit den Menschen die Themen, die sie bewegen und beschäftigen, in Ruhe besprechen und diskutieren können. Bürger sollen Politik aktiv mitbestimmen können. Deshalb möchte sie sogenannte „Bürgerzeiten“ schaffen, zu Zeiten an denen auch arbeitende Bürger die Gesprächsveranstaltungen besuchen und inhaltlich bereichern können.


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