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Jugend forscht: Zwei Jungforscher aus der Region im Bundesfinale



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Jugend forscht: Zwei Jungforscher aus der Region im Bundesfinale

Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden am heutigen Mittwoch in Clausthal-Zellerfeld ausgezeichnet.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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Clausthal-Zellerfeld. Für den 56. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich zwölf junge MINT-Talente aus Niedersachsen qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden am heutigen Mittwoch in Clausthal-Zellerfeld ausgezeichnet. Beim diesjährigen Online-Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Technischen Universität Clausthal, präsentierten 71 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 45 Forschungsprojekte.



Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Paul Hoerenz (16) vom Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden. Er programmierte eine innovative Vokabel- und Karteikarten-App zum Lernen der lateinischen Sprache. Anders als gängige Anwendungen kann sie die jeweiligen Stammformen angeben, was Nutzenden lästiges Tippen am Smartphone erspart. In Biologie waren Andreas (17) und Anna (13) Dobbelstein vom Max-Planck-Gymnasium Göttingen erfolgreich. Sie befassten sich mit dem Problem, dass Sonnencremes, die durch Badende ins Meerwasser gelangen, Küstenbiotope schädigen. Um Abhilfe zu schaffen, stellten sie aus Blütenpollenextrakten ein umweltfreundliches Sonnenschutzmittel her.

Kampf gegen lange Batterieladezeiten


Tobias Reinert (16) und Fabian Stutzke (15) vom Gymnasium Sulingen siegten im Fachgebiet Chemie. Die Jungforscher entwickelten eine sogenannte Redox-Flow-Batterie weiter. Dazu verbesserten sie den Aufbau, um die benötigten Elektrolytflüssigkeiten schneller zu tauschen. So ließe sich etwa bei Elektroautos das Problem langer Ladezeiten lösen. In Geo- und Raumwissenschaften überzeugte Ole Benstem (18) vom Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim die Jury. Er beschäftigte sich mit dem astronomischen Seeing, das sind durch Luftun- ruhen verursachte Messfehler bei der Bestimmung von Helligkeit und Position eines Sterns. Beobachtungsdaten wertete er mit einer eigenen Software aus.

Mathegenie aus Wolfsburg


In Mathematik/Informatik siegte Kai Schmidt-Brauns (18) vom Phoenix Gymnasium Wolfsburg-Vorsfelde. Er berechnete die Profilkurve einer speziellen sogenannten Hemmung. Dies ist die Baugruppe, die in mechanischen Uhrwerken die Verbindung zwischen dem Räderwerk und dem Pendel herstellt. Christoph Schütze (18), Stefan Kribbe (18) und Leon Krasniqi (19) vom Hölty-Gymnasium Celle setzten sich in Physik durch. Die drei entwickelten eine neuartige Methode zur Messung der spezifischen Elektronenladung. Damit waren sie in der Lage, einige bei schulischen Versuchsanordnungen auftretende Messfehler zu vermeiden.

Technik-Landessieger aus Braunschweig


Mit einer Multispektralkamera lassen sich mehrere, für den Menschen nicht sichtbare Bereiche des elektromagnetischen Spektrums aufnehmen. Technik-Landessieger Laurenz Lemke (19) vom Wilhelm-Gymnasium in Braunschweig gelang es, eine solche Kamera mit kostengünstigen Teilen selbst zu bauen. Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurde Paul Wollenhaupt (18) vom Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht ausgezeichnet. Er nutzte künstliche In- telligenz (KI) für die effizientere Entwicklung neuer Wirkstoffe für Medikamente.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 56. Bundesfinale vom 26. bis 30. Mai 2021 als Online-Veranstaltung statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und das Science Center experimenta in Heilbronn als Bundespate.


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