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Jugendfeuerwehren setzten Zeichen für Demokratie und Toleranz



Goslar

Jugendfeuerwehren setzten Zeichen für Demokratie und Toleranz


Die Niedersächsische Jugendfeuerwehr setzte mit einem imposanten Lichtbild ein Zeichen für Demokratie und Toleranz und ließ in Wolfshagen  ein überdimensionales "WIR" aufleuchten. Fotos: L. Kutzner
Die Niedersächsische Jugendfeuerwehr setzte mit einem imposanten Lichtbild ein Zeichen für Demokratie und Toleranz und ließ in Wolfshagen ein überdimensionales "WIR" aufleuchten. Fotos: L. Kutzner

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Wolfshagen/Bremen. Die Niedersächsische Jugendfeuerwehr setzte mit einem imposanten Lichtbild ein Zeichen für Demokratie und Toleranz. Zeitgleich mit der Aktion der Landesfeuerwehr Bremen ließen beim Zeltlager in Wolfshagen rund 2.700 Teilnehmer und Helfer ein leuchtendes „WIR“ auf einer Wiese entstehen. Ein Zeichen, mit dem man an die nachhaltige Arbeit zu Demokratie und gegen Extremismus erinnert werden sollte.

„In der Gemeinschaft der Jugendfeuerwehren ist kein Platz für Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Intoleranz“, sagte Landes-Jugendfeuerwehrwartin Anke Fahrenholz. „Es wird viel getan um die Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer zu sensibilisieren, um Fremdenhass und auch eine unterschwellige ablehnende Haltung gegenüber Menschen aus anderen Ländern oder gegen mit Menschen mit Handicap, zu erkennen und zu entkräften“, so Fahrenholz. Ab und zu sei dann die Gemeinschaft gefragt, um dieses Engagement wieder in den Blickpunkt der Gesellschaft zu rücken.


Die Aktion unter dem Motto „Aufleuchten gegen Fremdenfeindlichkeit – WIR für Demokratie und Toleranz“ war auch wegen der internationalen Gäste aus Tschechien, Polen, Belgien und der Slowakei ein gelungener Höhepunkt des 17. Landeszeltlagers. „Es ist eine tolle Idee, das Thema Toleranz so umzusetzen und sichtbar zu machen“, sagte Sozialministerin Cornelia Rundt, die eigens für das Aufleuchten ihren Besuch im Zeltlager bis 22 Uhr ausgedehnt hatte. Im Vorfeld der Choreografie spielte sie in der Gruppe der Helfer und Gäste bei einer Variante der Fernsehsendung „1, 2 oder 3“ mit.

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Sozialministerin Cornelia Rundt stattete dem Camp einen Besuch ab. Foto:




Mit Fragen zu Demokratie und Rechtsextremismus stimmten die Bildungsreferenten Bernd Dahle und Silke Weibels sowie Moderatorin Franziska Kühne die fünf Zeltdörfer und den Gästeblock auf die Inhalte des Abends ein.
Zuvor hatten die Moderatoren bereits vor Ort in den Zeltdörfern für Stimmung gesorgt. Da die Eröffnungsveranstaltung am Samstag, 25. Juli, witterungsbedingt ausgefallen war, nutzten die Jugendfeuerwehren die Gelegenheit der "Aufleuchten-Aktion", um, wie sonst bei der Eröffnung, mit Laola und viel Jubel auf den Antreteplatz zu gehen. Dieses Schauspiel genossen neben der Sozialministerin auch Landrat Thomas Brych, Langelsheims Bürgermeister Ingo Henze und Regierungsbrandmeister Ernst Hemmen. Das Niedersächsische Zeltlager findet in Wolfshagen im Harz (Landkreis Goslar) statt, das Bremer Zeltlager steigt direkt in der Hansestadt am Werdersee.

Beide Camps starteten am 25. Juli und enden am 1. August. Zirka 2.700 TeilnehmerInnen und Helfer zelten in Wolfshagen, knapp 800 Personen sind es in Bremen. „Seit Jahren engagieren wir uns für interkulturelle Öffnung und gegen Fremdenfeindlichkeit. So entstand auch die Idee, eine gemeinsame Aktion mit den Bremern in diese Richtung zu starten“, erklärt Anke Fahrenholz, Landes-Jugendfeuerwehrwartin der NJF. Bremens Landes-Jugendfeuerwehrwart Christian Patzelt ergänzt: „Wir wollten eine Brücke schlagen zwischen den beiden Landeszeltlagern und gleichzeitig ein deutliches und nachhaltiges Signal für eine hohe Willkommenskultur in den Jugendfeuerwehren setzen.“
Um den Wert und die Aussagekraft der Aktion zu unterstreichen, taten prominente Unterstützer wie die N-Joy-Moderatoren Andreas Kuhlage und Jens Hardeland sowie die Hamburger Band Tonbandgerät in Videobotschaften ihre Unterstützung kund. Die niedersächsischen Jugendlichen erhielten für die Aktion eine Mini-Taschenlampe mit Aufdruck, die auch nach dem Zeltlager durch ihren Aufdruck „Aufleuchten“ noch an die Aktion erinnert.

Hintergrundinformationen:


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Sozialministerin Cornelia Rundt (mitte) mit den Helfern des Camps und Landrat Thomas Brych (rechts daneben). Foto:



Über 40.000 Mitglieder engagieren sich in den knapp 2000 Jugend- und über 700 Kinderfeuerwehren in Niedersachsen. Sie alle sind zugleich Mitglieder der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr. Die Jugendfeuerwehr Bremen ist die Jugendorganisation des Landesfeuerwehrverbandes Bremen. Knapp 300 Jugendliche engagieren sich in 15 Gruppen in den Städten Bremerhaven und Bremen. Das alle drei Jahre stattfindende Landeszeltlager der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr ist in seiner einzigartigen Form und Durchführung der organisatorische und emotionale Höhepunkt der verbandlichen Jugendarbeit in der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr. Auch in diesem Jahr nehmen über 2.500 Jugendliche vornehmlich aus Niedersachsen, aber auch Gruppen aus benachbarten Bundesländern und aus dem europäischen Ausland teilnehmen. Damit zählt diese Veranstaltung zu den größten internationalen Jugendbegegnungen dieser Art in der Bundesrepublik.

Das seit 1969 regelmäßig veranstaltete Zeltlager wird von über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern komplett in ehrenamtlichem Einsatz errichtet und verwaltet und bietet in seiner Vielfalt einen Überblick über die zahlreichen Angebote, die die Niedersächsische Jugendfeuerwehr für ihre mehr als 40.000 Mitglieder bereitstellt. Neben diversen Workshops und vielfältigen Kreativ- und Mitmachangeboten erwartete die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine ereignisreiche Woche mit Ausflügen, Wettbewerben, Erlebnispädagogik, Abendveranstaltungen und diversen Präventionsprojekten zu Integration und Inklusion, interkultureller Kompetenz, gesellschaftlicher Teilhabe, Rechtsextremismus, Umweltschutz und Vieles mehr.


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