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Jugendzentrum Wolfenbüttel zu alt und zu weit weg? Grüne fordern Standort zu überdenken



Jugendzentrum zu alt und zu weit weg? Grüne fordern Standort zu überdenken

Bisher hätten sich die Sanierungs- oder Neubauplanungen immer nur auf den bestehenden Standort bezogen. Nicht aber auf einen anderen Standort, der möglicherweise näher an der Innenstadt liegt.

von Anke Donner


Das Jugendfreizeitzentrum in Wolfenbüttel ist in die Jahre gekommen.
Das Jugendfreizeitzentrum in Wolfenbüttel ist in die Jahre gekommen. Foto: Alexander Dontscheff

Wolfenbüttel. Ginge es nach der Grünen-Ratsfraktion, würden die Jugendlichen der Stadt Wolfenbüttel ein neues Jugendzentrum bekommen. Denn, so finden die Grünen, das alte am Harztorwall sei in die Jahre gekommen und außerdem zu weit weg vom Zentrum. Dabei müsse es nicht unbedingt ein Neubau sein.



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Bisher hätten sich Sanierungs- oder Neubauplanungen immer nur auf den bestehenden Standort bezogen. Nicht aber auf einen anderen Standort, der möglicherweise näher an der Innenstadt liegt. Daher sei es nach Auffassung der Grünen Zeit, die Standortfrage ganz neu zu betrachten. Denkbar sei beispielsweise neben der Sanierung des Jugendzentrums auch eine Nachnutzung von Gebäuden im Bestand an anderer Stelle der Stadt oder ein Neubau.



"Im Wesentlichen geht es darum, dabei offen zu bleiben. Also weder sich auf das derzeitige Gebäude festzulegen, noch es auszuschließen. Einen konkreten Standort haben wir daher nicht im Blick", teilt Fraktion auf Nachfrage mit.

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Ideen– und Projektwettbewerb gefordert


"Das heutige Jugendfreizeitzentrum entspricht sowohl aus baulichen als auch pädagogischen Aspekten nicht den Anforderungen, die aktuell und in Zukunft an eine solche Einrichtung gestellt werden sollten. Zudem befindet sich die Einrichtung in einer Randlage der Stadt", so die Grünen in ihrem Antrag und fordern ein Neudenken. Dazu sollte es einen offenen Ideenwettbewerb zur Standortfrage geben, der auch sozialpädagogische Ansätze und Konzepte berücksichtige. So könnten sich neue Lösungen für einen Neubau, eine Nachnutzung im Bestand an anderer Stelle oder aber auch eine Entscheidung für den heutigen Standort ergeben. "Dabei sollte immer die Frage nach dem gesellschaftlichen Umgang mit der Gruppe der „Jugendlichen“ im Vordergrund stehen. Bei der städtebaulichen Gestaltung von Innenstädten wird diese wichtige Gruppe häufig nicht bedacht, der Fokus liegt auf Seniorinnen und Senioren, jungen Familien und Touristen. Für die Bildung einer offenen toleranten Gesellschaft, in der Teilhabe, Diversität und Miteinander gestärkt und gefördert werden sollen, gehören Jugendliche nicht an den Rand einer Stadt, sondern mitten hinein", heißt es in dem Antrag der Fraktion, der unserer Redaktion vorliegt.


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