Kalendarischer Herbstbeginn - Erstes Sturmtief schon am Donnerstag

Für Südniedersachsen bleibt es aber bei einer kurzen Begegnung. Vor allem im Harz sind aber auch schwere Sturmböen möglich.

von Marvin König


Für einen ausgewachsenen Sturm reicht es wohl in der Region noch nicht - dennoch kann der Wind Zweige abbrechen. In den Wäldern ist Vorsicht geboten. (Symbolbild)
Für einen ausgewachsenen Sturm reicht es wohl in der Region noch nicht - dennoch kann der Wind Zweige abbrechen. In den Wäldern ist Vorsicht geboten. (Symbolbild) Foto: regionalHeute.de

Region. Fast pünktlich zum kalendarischen Herbstbeginn am heutigen Mittwoch erreicht Norddeutschland am morgigen Donnerstag ein Sturmtief, das auf dem Brocken zum Donnerstagnachmittag Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h bringen kann. Den aktuellen Prognosen zufolge wird unsere Region nur vom Rand des Sturmgebiets gestreift - doch auch im Flachland kann es ungemütlich werden.


Der Deutsche Wetterdienst beschreibt in seiner Warnvorhersage, dass es besonders in den Mittelgebirgen Sturmböen aus Südwest bis West, später Nordwest geben kann. In exponierten Lagen seien auch schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h nicht auszuschließen. Im Flachland erreichen die Windgeschwindigkeiten bis zu 64 km/h. Jedoch nur in einem kurzen Zeitabschnitt. Verantwortlich dafür ist die Tatsache, dass sich unsere Region eher im Randgebiet des Sturmtiefs befindet.

Der Donnerstag startet erst einmal freundlich. Bis zum Mittag scheint die Sonne und am Nachmittag werden Temperaturen bis zu 20 Grad erwartet. Doch bereits in den Morgenstunden frischt der Wind auf, ab dem frühen Nachmittag verschwindet die Sonne nach und nach immer mehr hinter dichten Wolken. Um 15 Uhr erreichen die Windböen nach der Vorhersagekarte des Europäischen Wetterdienstes bereits 60 km/h und erreichen in den folgenden Stunden mit bis zu 64 km/h Stärke 8 auf der Beaufort-Skala. Das reicht, um Zweige von Bäumen zu brechen und das Laufen erheblich zu behindern.

Viele Wolken am Freitag


Ab etwa 18 Uhr nimmt die Stärke der Windböen allmählich wieder ab. Es bleibt aber noch bis zum Freitag bei Böen mit Geschwindigkeiten von etwa 50 km/h. Am späten Abend kommt nach dem Wind dann auch der Regen auf der Rückseite des Sturmtiefs. Der Freitag ist dann eher bewölkt. Es weht weiterhin ein mäßiger Wind bei Temperaturen von bis zu 19 Grad.

Sturmtief am Sonntag ist vom Tisch


regionalHeute.de berichtete in der vergangenen Woche in einem Mittelfristausblick von einem möglichen Sturmtief am Wahlsonntag. Frühe Vorhersagen bergen immer Risiken - und so bleibt am Ende eine gute Nachricht. Alle Wettermodelle haben die Lösung eines Sturmtiefs am Wahlsonntag inzwischen verworfen. Nach aktuellen Prognosen wird es mit bis zu 22 Grad und nur geringer Regenwahrscheinlichkeit zum Abend hin ein recht angenehmer Tag im noch jungen Herbst 2021.


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