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Kamingespräch: Geschichte, was nun?



Wolfenbüttel

Kamingespräch: Geschichte, was nun?

von Jan Borner


Der CDU-Politiker Frank Oesterhelweg mit seinen Gesprächspartnern Pfarrer i. R. Dr. Kristlieb Adloff, Landtagsvizepräsident Karl-Heinz Klare, Oberlandesgerichtspräsident a. D. Manfred Flotho und Bezirksarchäologe Dr. Michael Geschwinde. Foto: Jan Borner
Der CDU-Politiker Frank Oesterhelweg mit seinen Gesprächspartnern Pfarrer i. R. Dr. Kristlieb Adloff, Landtagsvizepräsident Karl-Heinz Klare, Oberlandesgerichtspräsident a. D. Manfred Flotho und Bezirksarchäologe Dr. Michael Geschwinde. Foto: Jan Borner Foto: Jan Borner

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Wolfenbüttel. Der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg lud am Donnerstag zu seinem zweiten Wolfenbütteler Kamingespräch. Nachdem im Dezember vergangenen Jahres das Thema der Integration im Zentrum stand, rückte der Politiker nun mit seinen Gästen die Geschichte in den Mittelpunkt – nicht etwa, um über die Vergangenheit zu sinnieren, sondern um zu fragen, wie man sie für die Zukunft nutzen kann.

Das Wetter wollte nicht ganz mitspielen. Eigentlich wollte Frank Oesterhelweg seine Gäste auf der Pfalz Werla begrüßen, um sie im historischen Ambiente schon mal in die richtige Stimmung zu bringen. Stattdessen bot der Landtagsabgeordnete Unterschlupf auf einem Kornboden auf seinem Hof in Werlaburgdorf, wo vor Jahren noch Getreide gelagert wurde und der Abluftkamin eines ehemaligen Schweinestalls durchführt – Geschichte gibt es schließlich an jedem Ort. Ziel der Veranstaltung sei es nicht, seine Meinung zu verbreiten, erklärte Oesterhelweg, vielmehr solle es darum gehen, einen Austausch zu schaffen. Um diesen Austausch zu fördern, hat der CDU-Politiker sich vier Gesprächspartner eingeladen: Landtagsvizepräsident Karl-Heinz Klare, Pfarrer i. R. Dr. Kristlieb Adloff, Oberlandesgerichtspräsident a. D. Manfred Flotho und Bezirksarchäologe Dr. Michael Geschwinde.

Von der Geschichte in die Zukunft


Jeder der vier Gesprächspartner startete mit einem Vortrag über einen bestimmten Aspekt der Geschichte, um eine Grundlage für die Diskussion mit den insgesamt rund 35 Gästen und Zuhörern zu schaffen. Dabei war das Ziel keine wissenschaftliche Diskussion um historische Fakten, sondern eine meta-historische Betrachtung, die nach dem richtigen Umgang mit Geschichte fragt. Wozu eigentlich Geschichte? Was sucht man in ihr und wie nutzt man sie richtig in der Gegenwart zur Gestaltung der Zukunft?

12 Jahre


Im Fokus standen an dem Abend auch immer wieder die dunkelsten zwölf Jahre der deutschen Geschichte. Zwölf Jahre von 1933 bis 1945, die, wie Dr. Kristlieb Adloff betonte, einen langen Schatten voraus und noch einen längeren Schatten in die Zukunft werfen. Gerade diese düstere Zeit verdeutlicht schließlich, wie wichtig die Frage nach dem richtigen Umgang mit Geschichte ist.


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