Wolfenbüttel

„Keep moving!“ - Sportmediziner Graumann referierte am THG


Der Sportmediziner Dr. Lutz Graumann referierte am THG zur Bedeutung von Bewegung, Ernährung und Training. Foto: Kea Oelschlaegel
Der Sportmediziner Dr. Lutz Graumann referierte am THG zur Bedeutung von Bewegung, Ernährung und Training. Foto: Kea Oelschlaegel

Artikel teilen per:

07.11.2017

Wolfenbüttel. Eine Sportstunde ganz anderer Art erwartete kürzlich die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Die Sporthalle wurde gegen den Seminarraum getauscht, denn zu Gast war der ehemalige THG-Schüler und heutige Sportmediziner Dr. Lutz Graumann.



Dieser bot seinem jungen Publikum einen äußerst lebendigen und lehrreichen Vortrag über seinen beruflichen Werdegang und gab Einblicke in das Gebiet des Leistungssports. Als Gesundheitsberater und Leistungsoptimierer, der heute vielpraktizierte Trainingsformen wie das Functional Training oder das sogenannte Faszientraining mit der BlackRoll von der ersten Stunde an mitentwickelt hat, konnte Lutz Graumann auch über Themen wie Trainingsplanung und Ernährung informieren.

Einiges wurde dabei auch von den Schülerinnen und Schülern praktisch erprobt, wie z.B. einfache eigenmotorische Testverfahren für die Gleichgewichtsfähigkeit. Dabei stellte sich heraus, dass es gar nicht so leicht ist, für 15 Sekunden mit geschlossenen Augen auf einem Bein zu stehen oder sich einbeinig auf einen Stuhl abzusetzen und wieder aufzustehen. Leicht gerät die Bedeutung des Gleichgewichtssinns im Alltag des modernen Menschen außer Acht. Wollen wir Balance und Stabilität erhalten und uns vor Verletzungen schützen, so müssen wir unser Gehirn aber ständig mit neuen motorischen Lernprozessen fordern.

Die Zuhörerschaft konnte viele Anregungen zur eigenen Leistungsoptimierung gewinnen, wie z.B. die Vorzüge von ‚Powernaps’ und die Empfehlung von immerhin 9 Stunden Schlaf pro Tag. Am Ende des Vortrags hatte Graumann aber auch einige lebenspraktische Ratschläge für die zukünftigen Abiturienten. Mit Blick auf seine eigene Karriere, die nicht durchweg geradlinig verlaufen sei, resümierte der heute sehr erfolgreiche Arzt und Buchautor, dass der eigene Werdegang nicht immer ganz klar vorgezeichnet sei und man „sich ständig neu erfinden“ müsse, um seine Ziele zu erreichen. Dabei sei es wichtig, bei Misserfolgen nicht die Schuld bei anderen zu suchen, sondern den Mut aufzubringen, Neues auszuprobieren.


zur Startseite