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Ohne Strafe – kein Bewusstsein? Kippenreste in der Stadt

von Robert Braumann


Symbolfoto: Archiv/Pein
Symbolfoto: Archiv/Pein Foto: Alec Pein

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25.01.2017

Wolfenbüttel. Es ist wahrlich kein schönes Bild, welches sich mitunter in der Lessingstadt bietet - achtlos weggeworfene Kippenreste säumen an einigen Stellen die Straße. Dennoch: Bußgelder gegen die Umweltverschmutzer hat es im letzten Jahr nicht gegeben - es fehlen Kapazitäten.



Das hängt auch mit einer etwas verzwickten Situation zusammen - angezeigt werden müssten Vergehen vom Städtischen Ordnungsdienst der Stadt Wolfenbüttel an den Landkreis Wolfenbüttel, denn dieser ist verantwortlich, wenn es um Ordnungswidrigkeiten im Bereich "Müll" geht. Die Stadt müsste also jemanden bezahlen, der Vergehen an den Landkreis übermittelt, damit dieser Bußgelder verhängen kann – soweit die Theorie. In der Praxis wurde im vergangenen Jahr kein einziger Fall von der Stadt Wolfenbüttel beim Landkreis angezeigt, berichtete Landkreis-Sprecherin Kornelia Vogt gegenüber regionalHeute.de. Die Spanne bei einem Bußgeld wäre im Übrigen zwischen zehn und 50 Euro festgesetzt. Doch warum gab es keine Anzeigen? Stadtsprecher Thorsten Raedlein erklärt, dass der Städtische Ordnungsdienst in erster Linie dafür da sei, für Sicherheit zu sorgen und keine, vor allem personelle, Kapazitäten hätte, im gesamten Stadtgebiet zu überwachen, wann jemand seine Zigarette achtlos in die Gegend feuern würde. Zudem müsste man jemanden bei der Handlung direkt überführen. Dies mache die Handhabung nicht unbedingt leichter. Mit den Kehrmaschinen könne man einen großen Teil der Kippen wegräumen, alles werde dadurch aber leider nicht entfernt.

Appell an die Bürger


Aus Sicht des Stadtsprechers sei es schlimm genug, dass es diese Thematik überhaupt gebe, wenngleich Wolfenbüttel im Vergleich zu anderen Städten recht sauber sei. Würden die Menschen die zahlreichen Mülleimer mit integrierten Aschenbechern nutzen, hätte man das Problem nicht. "Wir können nur an jeden Einzelnen appellieren, die Stadt sauber zu halten und sich das eigene Handeln bewusst zu machen, wenn sich alle an Regeln halten, dann tritt das Problem auch nicht gehäuft auf", befindet er.


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