Goslar

Keiner kommt durch – Dietmar Schultke liest aus seinem Buch


Erlebnisse eines DDR-Grenzsoldaten auf dem Brocken mit Beamerpräsentation von zahlreichen historischen Fotos am 21. Juli  um 20 Uhr in der Jugendherberge Goslar. Auf dem Foto: Der Autor seinerzeit mit Grenzschäferhund "Nena vom Brockenblickt". Foto: Privat
Erlebnisse eines DDR-Grenzsoldaten auf dem Brocken mit Beamerpräsentation von zahlreichen historischen Fotos am 21. Juli um 20 Uhr in der Jugendherberge Goslar. Auf dem Foto: Der Autor seinerzeit mit Grenzschäferhund "Nena vom Brockenblickt". Foto: Privat Foto: Privat

Artikel teilen per:

11.07.2016


Goslar. „Keiner kommt durch – Die Geschichte der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer“ erschien bereits in der 4. Auflage beim Aufbau-Verlag Berlin. In dem spannend zu lesenden Buch berichtet der Autor Dietmar Schultke u.a. über seinen Einsatz als Hundeführer in den Jahren 1987/88 am Brocken im heutigen Nationalpark Harz.

In dem mit Fotos illustrierten Vortrag schildert er am 21. Juli 2016 um 20 Uhr in der Jugendherberge Goslar, Rammelsberger Str. 25, 38644 Goslar, seine persönlichen Erlebnisse als Grenzer. Der Eintritt ist frei. Dietmar Schultke ist Autor und DDR-Zeitzeuge zur Geschichte der Deutschen Teilung mit Schwerpunkt Harz. Als 19-jähriger erhielt Schultke den Einberufungsbefehl an den Eisernen Vorhang, doch sein sehnlichster Wunsch war die Überwindung der einst sichersten Grenze der Welt. Bereits seit seinem zehnten Lebensjahr unterhielt Schultke eine Brieffreundschaft mit der in New York lebenden Elisabeth Rosner. Sie lud ihn in den Sommerferien in die USA ein, doch laut DDR-Reisegesetz war das verboten. Erst mit Erlangung des Rentenalters hätte Schultke reisen dürfen.


Der Autor Dietmar Schultke. Foto:



In seinem Vortrag erzählt Schultke von seinen Erlebnissen als Grundwehrdienst-Soldat am Brocken. Er berichtet auch vom engen Kontakt zu seiner Grenzerhündin Nena vom Brockenblick und dem harten Alltag innerhalb des Grenzregimes – jeder zehnte Grenzer war ein IM. Ganz nach oben auf die Brockenkuppe durfte er nicht, davor stand die Brockenmauer, hinter der Mauer waren Rote Armee und die Stasi. Niemandem konnte Schultke von seiner Freundin in New York erzählen. Sollte er in seiner Grenzerzeit eine Fluchtchance erhalten? Antwort darauf gibt sein Vortrag, der mit vielen historischen Lichtbildern aus der Zeit der deutschen Teilung einen spannenden Abend verspricht.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Verein Spurensuche Harzregion e.V., www.spurensuche-harzregion.de. Weitere Informationen zum Autor: http://dietmar-schultke.com


zur Startseite