Salzgitter

„Kinder der verlorenen Gesellschaft“ - Lesung und Musik


Safiye Can Foto: Veranstalter
Safiye Can Foto: Veranstalter Foto: Veranstalter

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15.02.2018

Salzgitter. Das Fredenberg Forum veranstaltet am 9. März um 20 Uhr in Kooperation mit dem Bürgerservice für Migranten eine Lesung mit der bekannten Bestsellerautorin Safiye Can in der Begegnungsstätte BRÜCKE, Kurt-Schumacher-Ring 4, in Salzgitter Lebenstedt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der BRÜCKE hervor.



In Zusammenarbeit mit der Musikschule Salzgitter gestalten dessen Leiter Mirko Herzberg am Klavier und Martin Krüger-Düsenberg am Kontrabass das musikalische Programm als Jazz–Duo. Safye Can, die als Tochter tscherkessischer Eltern in Offenbach am Main geboren wurde, stellt in ihren Gedichten immer wieder die Frage nach Fremdsein, Heimat und Zugehörigkeit. Fantasievoll und (sprach-)spielerisch bewegt sie sich im Spannungsfeld orientalischer und okzidentaler Kultur. Immer wieder macht sie die kulturellen Unterschiede zum Thema.

So kritisiert sie, deutsche Liebesgedichte liefen leicht in Gefahr, als Kitsch verlacht zu werden, "wohingegen das Gedicht selbst es ist / das die Lacher auslacht." Auf diese Art eröffnet sie dem Leser auf humorvolle Weise einen neuen Blick auf die eigene Kultur. "Kinder der verlorenen Gesellschaft" bildet die Vielfältigkeit von Safye Cans Lyrik ab. Der Band versammelt Gedichte unterschiedlichster Formen: visuelle und konkrete Poesie, Langgedichte ebenso wie kurze Alltagslyrik. Die Dichterin leitet seit 2004 deutschlandweit Schreibwerkstätten an Schulen und trägt auf unzähligen Lesungen ihre Texte vor. Performance ist ein wichtiger Aspekt ihrer Lyrik.

Safye Can studierte Philosophie, Psychoanalyse und Rechtswissenschaft und wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (2016) und dem Alfred Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur (2016). Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der TAG Immobilien. Anmeldungen unter der Rufnummer 05341-50512 oder fredenberg-forum@t-online.de. Der Eintritt beträgt 5 Euro.


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