Region. Fördergelder von bis zu 10.000 Euro für Klimaschutz-Projekte verspricht das Programm „Klimafreundlich leben“, von dem auch zum Beispiel Vereine profitieren können.
Auf den Relaunch dieses Förderprogramms weist jetzt der Regionalverband Großraum Braunschweig in einer Pressemitteilung hin. Demnach sei „Klimafreundlich leben“ nach fünf Jahren überarbeitet worden: 1. März und 1. September seien demnach die neuen Stichtage für die Abgabe der Projektanträge, die sich um Fördergelder zwischen 300 und 10.000 Euro (insgesamt 50.000 Euro) aus dem Förderprogramm „Klimafreundlich leben“ bewerben. Ab sofort können sich Kommunen, Vereine oder Kleingruppen auch für Klimaanpassungsmaßnahmen bewerben – bislang stand einzig der Klimaschutz im Vordergrund.
Kleine innovative Projekte mit großer Wirkung
Ein Blick auf die bisherigen geförderten Projekte zeige, dass es oft kleine innovative Projekte seien, die große Wirkung erzielen. Immer mehr Vorhaben gebe es dabei im Bereich Bildung sowie Kinder- und Jugendarbeit. Das Projekt „Samenkugel-Automaten“ sei ein Beispiel dafür.
Dabei bauten Schüler von drei Schulen der Region Aufsteller, die sich an Kaugummiautomaten orientieren, aber eben nach Münzeinwurf Samenkugeln auswerfen. Diese Samenkugeln können überall ausgebracht werden und so für mehr Biodiversität sorgen. Auch die Samenkugeln wurden von den Jungen und Mädchen von Hand hergestellt. Zudem sind die Schüler verantwortlich für die Wartung und das Befüllen der Automaten.
Ein anderes Beispiel kommt aus der Gemeinde Wahrenholz (Landkreis Gifhorn): Dort können Einwohner eine mit Hilfe des Förderprogramms angeschaffte Wärmebildkamera kostenlos ausleihen. So sollen schnell und unkompliziert Gebäude mit Schwachstellen in der Dämmung sichtbar gemacht werden.
Die Möglichkeit, auch Projekte im Bereich Klimaanpassung einreichen zu können, verspricht viel Potenzial für verschiedene Maßnahmen: beispielsweise Sonnensegel für Sandkästen in Kitas, gemeinsame Begrünung von kargen Flächen oder Trinkwasserangebote in Schulen. Anna Weyde, Erste Verbandsrätin des Regionalverbands Großraum Braunschweig: „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn sie dem Klimaschutz und der Klimaanpassung zugutekommt. Wir sind sehr gespannt, was wir in 2026 für großartige Ideen unterstützen dürfen.“

