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KoPra – Betriebspraxistage: 60 Unternehmen stellten 315 Praktikumsplätze



Wolfenbüttel

KoPra – Betriebspraxistage: 60 Unternehmen stellten 315 Praktikumsplätze



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Wolfenbüttel. 105 Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Große Schule in Wolfenbüttel erhielten in dieser Woche bei den Betriebspraxistagen (BPT) erste Einblicke in die Arbeitswelt.

Drei Tage lang schnupperte jeder Jugendliche für jeweils einen Tag in die Berufsbereiche „gewerblich/technisch“, „kaufmännisch/ verwaltend“ und „Gesundheit/Soziales“. 60 Unternehmen aus Wolfenbüttel stellten hierfür insgesamt 315 Kurzzeitpraktika zur Verfügung. Die Fakultäten Informatik und Elektrotechnik der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften waren zum ersten Mal dabei und stellten 34 Plätze. Die Schnuppertage sind fester Bestandteil des Berufsorientierungsprogramms KoPra WF (Kompetenz und Praxis in Wolfenbüttel), das seit 2010 umge- setzt wird und Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse bei der Berufsorientierung unterstützt. Insgesamt nahmen in diesem Schuljahr 450 Jugendliche an den BPT teil. KoPra WF ist ein Gemeinschaftsprojekt von Landkreis und Stadt Wolfenbüttel, der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar und der Allianz für die Region GmbH.


Die Jugendlichen schauen bei den Betriebspraxistagen hinter die Kulissen von Unternehmen, lernen Arbeitsabläufe kennen und können ihre eigenen Vorstellungen mit der betrieblichen Realität abgleichen. „Die Betriebspraxistage bieten den Schülerinnen und Schülern auch die Chance, sich und ihre individuellen Interessen und Fähigkeiten besser einzuschätzen. Zudem können sie erste Kontakte zu Unternehmen knüpfen“, erklärt Katrin Ruschinzik von der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar.

Das ab der achten Klasse startende Programm bietet Schulen sechs Bausteine an: „Selbsterkundung“, „Benimmtraining“, „Betriebspraxistage“, „Berufsschulpraxistage“, „Berufseignungstest bereit“ und „Praxisfachmodule“. KoPra-WF ermöglicht so eine frühzeitige und zielgerichtete Unterstützung bei der Berufswahl und hilft Frust und Enttäuschungen beim Berufsorientierungsprozess abzubauen. Schul-, Praktikums-, Ausbildungs- und Studienabbrüche sollen so vermieden werden.

„Wir machen die Erfahrung, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler durch die Teilnahme an KoPra intensiver mit ihren individuellen Fähigkeiten auseinandersetzen. Die BPT helfen ihnen da- bei, das Interesse an einzelnen Berufsbereichen weiter auszubauen“, erläutert Hartmut Frenk, Schulleiter der Großen Schule. Die 15-jährige Lena konnte nach den BPT einen Berufsbereich für sich ausschließen. „Die BPT haben mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe aber auch gemerkt, dass mir eine Tätigkeit im kaufmännischen Bereich nicht so liegt, wie eine im technischen Bereich“.

Erstmalig Praktikumsmöglichkeiten bei der Ostfalia


Die Fakultäten Informatik und Elektrotechnik der Ostfalia Hoch- schule sind mit 34 Plätzen zum ersten Mal dabei. „Uns ist es wichtig, Schülerinnen und Schülern die beruflichen Möglichkeiten an einer Hochschule aufzuzeigen. Hochschulen bieten nicht nur Studienplätze, sondern auch die Option für Ausbildungen in technischen oder kaufmännischen Bereichen, zum Beispiel zum Zerspanungsmechaniker, Fachinformatiker oder Fachangestellten für Medien und Informationsdienste“, erklärt Klaus Dammann von der Fakultät für Informatik.

Viele der 60 beteiligten Unternehmen unterstützen KoPra WF seit dem Programmstart im Jahre 2010. „Die Betriebe leisten einen enormen Beitrag zu KoPra. Sie ermöglichen den Jugendlichen eine fundierte Berufsorientierung. Ohne die BPT könnten sie die einzelnen Berufsbereiche nicht für sich austesten. Am Ende profitieren von dieser Erfahrung nicht nur die Schüler, sondern auch die Unternehmen“, erklärt Bernd Manthey von der Allianz für die Region GmbH. Unternehmen, die sich an den Betriebspraxistagen beteiligen möchten, erhalten bei Reinhard Zabel unter reinhard.zabel@allianz-fuer-die-region.de weitere Informationen.


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