Kosten der Deutschen Bahn für Unkrautvernichtung steigen drastisch

Die Kosten der Deutschen Bahn für die Bekämpfung von Unkraut im Gleisbett sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. "Die Deutsche Bahn hat das Budget für die Vegetationskontrolle im Gleisbereich in den letzten Jahren deutlich erhöht, von etwa neun Millionen Euro in 2020 auf rund 60 Millionen Euro in 2024", teilte die Deutsche Bahn der "Welt am Sonntag" mit.

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Schienen (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Die Kosten der Deutschen Bahn für die Bekämpfung von Unkraut im Gleisbett sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen.


"Die Deutsche Bahn hat das Budget für die Vegetationskontrolle im Gleisbereich in den letzten Jahren deutlich erhöht, von etwa neun Millionen Euro in 2020 auf rund 60 Millionen Euro in 2024", teilte die Deutsche Bahn der "Welt am Sonntag" mit. Grund für den Kostenanstieg ist, dass das Unternehmen seit 2023 auf das umstrittene Herbizid Glyphosat verzichtet. "Für den Anstieg ist insbesondere der seit 2023 verstärkte mechanische Rückschnitt als Ersatz für den Herbizideinsatz ursächlich", heißt es dazu von der Deutschen Bahn.

Laut der "Welt am Sonntag" soll die Deutsche Bahn unter dem früheren Vorstandschef Richard Lutz Pläne verfolgt haben, Glyphosat für die Unkrautvernichtung entlang der Gleise wieder einzusetzen. Demnach habe der Konzern im vergangenen Jahr eine "Testphase" mit neuerlicher Glyphosat-Verwendung vorbereitet. Nach dem frühzeitigen Abgang von Lutz als Konzernchef im vergangenen Oktober seien diese Pläne wieder auf Eis gelegt worden.

Die Deutsche Bahn wollte sich dazu nicht äußern. "Interne Konzeptunterlagen aus der Vergangenheit kommentieren wir grundsätzlich nicht", teilte die Deutsche Bahn mit. "Fakt ist: Es gibt keine Planungen für eine Glyphosat-Testphase."

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