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Kostenfreie Bildung - Eine Vision wird langsam Realtät



Salzgitter | Wolfenbüttel

Kostenfreie Bildung - Eine Vision wird langsam Realtät

von Sandra Zecchino


Als nächsten Schritt soll eine Meisterprämie eingeführt werden. Symbolbild: pixabay
Als nächsten Schritt soll eine Meisterprämie eingeführt werden. Symbolbild: pixabay Foto: Pixabay

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Wolfenbüttel/Salzgitter. Rund 160 Tage sind die beiden SPD-Abgeordneten Dunja Kreiser und Marcus Bosse nun schon Mitglied des 18. Niedersächsischen Landtags. Im Gespräch mit regionalHeute.de erzählen sie von der Vision einer kostenlosen Bildung und berichten, was aktuell alles umgesetzt werden soll.



Der erste Schritt sei mit der Abschaffung der KiTa-Gebühren erreicht, betrachten die beiden Abgeordneten die aktuelle Situation. Aber in Verbindung mit der Abschaffung der Studiengebühren, müsse auch die Abschaffung der Gebühren für den Meister irgendwann drin sein, beschreibt Kreiser den nächsten Schritt. Dafür solle eine Meisterprämie in Höhe von 4.000 Euro eingeführt werden. Das sei dann auch eine Stärkung des Mittelstandes, da so entsprechende Bedingungen geschaffen werden, so Kreiser weiter. Entsprechende kostenpflichtige Ausbildungen fielen eigentlich in den Aufgabenbereich des Bundes, da sie unter das Bundesbildungsgesetz fielen. Aber im Bereich des Meisters sei das Land vorgeprescht.

Zusätzlich sei gerade ein Gesetz eingebracht worden, das die Ausbildung des Erziehers beträfe. Demnach werde überlegt, diese wieder in das duale Ausbildungssystem zu überführen. Dadurch wäre die Möglichkeit gegeben, auch die Ausbildung zum Erzieher kostenfrei zu gestalten. Das würde jedoch eine Belastung der Kommunen bedeuten, erklärt die Landtagsabgeordnete. Inwieweit das genau umgesetzt werden könne, stehe also noch nicht fest. Es müsse jedoch verständlich sein, dass nicht die gesamte Bildung adhoc kostenfrei werden könne. Schließlich kämen viele Aufgaben auf die Landesregierung zu und deshalb müsse es schrittweise erfolgen. "Der erste Schritt ist eben gebührenfreie Bildung bei den Kleinsten", so Kreiser. Und das ginge dann weiter, aber das müsse natürlich mit dem Haushalt abgestimmt sein und dementsprechend abgewogen werden.



SPD-Abgeordneten Marcus Bosse und Dunja Kreiser im Gespräch mit regionalHeute.de. Foto: Alexander Panknin


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