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Kraftwerk Mehrum: Mit Kohle keine Zukunft - Wasserstoff als Perspektive

Als Kohlekraftwerk könne das Kraftwerk Mehrum nicht mehr lange Bestand haben. Doch an Alternativen werde bereits gearbeitet.

Wo heute noch Kohle verbrannt wird, könnte bald Wasserstoff umweltfreundlich Energie erzeugen.
Wo heute noch Kohle verbrannt wird, könnte bald Wasserstoff umweltfreundlich Energie erzeugen. Foto: aktuell24

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28.05.2020

Peine. Der Landtagsabgeordnete Christoph Plett und Vertreter der Peiner und der Hohenhamelner CDU haben sich mit Armin Fieber, Geschäftsführer des Kraftwerks Mehrum, getroffen, um über die Zukunft des Standortes zu beraten. Der Kohleausstieg und das Kohleausstiegsgesetz des Bundes machten es wahrscheinlich, dass das Kraftwerk innerhalb weniger Jahre abgeschaltet werde. 

Allerdings habe der Standort dennoch gute Zukunftsaussichten, wie der Landtagsabgeordnete Christoph Plett in einer Pressemitteilung berichtet. Ein Wasserstoffzentrum in Mehrum sei denkbar.


Armin Fieber zur Rolle von Mehrum: "Wasserstoff wird in Zukunft eine entscheidende Rolle dabei spielen, die schwankende Leistung der Erneuerbaren Energien im Stromnetz auszugleichen. Bei Überschüssen wird Strom entnommen, um Wasserstoff zu erzeugen. Bei Bedarf kann dieser dann wieder zur Erzeugung von elektrischem Strom genutzt werden. Mehrum hat hier eine strategisch günstige Lage, da es in der Nähe eines Knotenpunktes von großen Stromleitungen liegt."

Ein erster Austausch mit Vertretern großer Unternehmen der Region, den regionalen Energieversorgern, der Wissenschaft und Vertretern der Ministerien für Wirtschaft und Umwelt des Landes Niedersachsen habe schon stattgefunden, um eine Projektskizze für einen Wasserstoffstandort Mehrum zu entwerfen.



Christoph Plett freue sich über den Elan, mit dem an einer Zukunft des Standortes gearbeitet werde: "Wenn das Kraftwerk Mehrum vom Netz gehen muss, wird das für die Region einen harten Einschnitt bedeuten. Umso wichtiger ist es, dass an einer Perspektive für die Zukunft gearbeitet wird. Ich bin überzeugt, dass ein Wasserstoffzentrum eine großartige Chance bietet, den Standort weiterzunutzen und Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region zu halten. Wasserstoff ist die Zukunft - wir können alle profitieren."


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