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Kralenriede: Begegnungsstätte soll nun doch umziehen



Braunschweig

Kralenriede: Begegnungsstätte soll nun doch umziehen

von Robert Braumann


Die Begegnungsstätte soll am Freitag eröffnen, lange wird sie aber wohl nicht bestehen. Foto: Sina Rühland
Die Begegnungsstätte soll am Freitag eröffnen, lange wird sie aber wohl nicht bestehen. Foto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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Braunschweig. Der Rotkreuz-Kreisverband (DRK) Braunschweig-Salzgitter als Mieter und die Gruppe "Aktiv für Respekt und Toleranz" (ART) als Unterstützer werden die Interkulturelle Anlaufstelle für Flüchtlinge und Anwohner am Steinriedendamm in Kralenriede am Freitag eröffnen – lange soll das neue Zentrum aber nicht geöffnet haben.

Schon vor der Eröffnung hatte es Ärger um die geplante Anlaufstelle gegeben. Ein Anwohner hatte Klage eingereicht, er fürchtet unter anderem Lärmbelästigung. Der Einspruch wurde dann zurückgezogen, doch eine wirkliche Willkommenskultur zeichnete sich nicht ab. So zeichnet sich ab, dass DRK und ART diesen Standort nicht über die bis zum 31. Dezember 2015 befristete Zeit als Anlaufstelle betreiben werden. DRK-Kreisverbandesvorsitzeneder, Christian Blümel: "Rotes Kreuz und ART wollen ihre Energie und Arbeitszeit sowie gespendete Finanzmittel lieber in die soziale Arbeit stecken als in Diskussionen oder gar Rechtsstreitigkeiten um den jetzigen Standort." Es wird nun nach einem alternativen Standort im Stadtteil Kralenriede gesucht, der im Idealfall weniger dicht an Wohnbebauung liegt. Das DRK bittet Besitzer sich zu melden, sollte es eine Immobilie geben, die für ein interkulturelles Zentrum genutzt werden könnte (Tel.0531/2 20 31-0). Wolfgang Büchs, Sprecher der Arbeitsgruppe "Begegnungsstätte" innerhalb von ART, ergänzte: "Wir haben gemerkt, dass die Lage direkt neben Wohnhäusern nicht optimal ist." Zum Beispiel habe der nur kurzzeitig mögliche offene WLAN-Empfang zu Protesten geführt, die nicht Inhalt des gut gemeinten Pro- jekts als Anlauf- und Begegnungsstätte für Kralenrieder und Flüchtlinge sein sollen. "Hoffentlich werden wir schnell einen alternativen Standort finden, bei dem diese Probleme nicht entstehen und bei dem wir auch problemloser eine Nutzungsgenehmigung erhalten", erklärte Blümel. Jetzt, wo die Anlaufstelle am Steinriedendamm 14 eröffnet, werde man bis Ende Dezember bereits wertvolle Erfahrungen sammeln, um diese dann in einen neuen Standort einfließen lassen zu können, sagte Büchs.


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