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Kriminalstatistik: Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle steigen

von Robert Braumann


Daniel Dahlke, Dezernatsleiter Presse, Polizeipräsident Michael Pientka und Mathias Müller, Presse und Kommunikation, Polizeidirektion Braunschweig (von links), bei der Vorstellung der Statistik. Foto: Robert Braumann
Daniel Dahlke, Dezernatsleiter Presse, Polizeipräsident Michael Pientka und Mathias Müller, Presse und Kommunikation, Polizeidirektion Braunschweig (von links), bei der Vorstellung der Statistik. Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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17.02.2016


Region. Die Straftaten im Bereich der Polizeidirektion Braunschweig stiegen im Jahr 2015 erstmals wieder leicht an. Wurden im Jahr 2014 76.068 Straftaten registriert, lag die Zahl im Jahr 2015 bei 76.265. Die Aufklärungsquote sank um 1,22 Prozent auf 59,34 Prozent. Der sicherste Landkreis ist dabei weiterhin der Landkreis Wolfenbüttel.

Der Verantwortungsbereich der Polizeidirektion Braunschweig (PD) umfasst neben der Löwenstadt auch die Region Braunschweig. Die Polizeidirektion Braunschweig ist in fünf Polizeiinspektionen (PI) untergliedert, deren Zuständigkeitsbereiche sowohl städtisch (Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter) als auch ländlich (zum Beispiel Landkreise Gifhorn, Helmstedt und Goslar) geprägt sind. So ist die Polizeidirektion Braunschweig für die Sicherheit in der Fläche und den Städten zuständig. In Peine gab es 2015 5.013 Straften (Vorjahr 5.117), in Goslar lag die Zahl bei 7.058 (2014: 7.273). Auch in Gifhorn sank die Anzahl der Straftaten von 4.519, auf 4.495 (2015). In Salzgitter gab es 6.446 Straftaten (Vorjahr 6.446). Einen deutlichen Anstieg gibt es dagegen in Wolfsburg, von 7.222 (2014) auf 7.808 Taten (2015). Besonders im Bereich von Einbrüchen und KFZ-Diebstählen habe man hier Zunahmen. Der sicherste Landkreis ist dabei weiterhin der Landkreis Wolfenbüttel. Dort gab es 2015 insgesamt 4.033 Straftaten. In Braunschweig waren es im gleichen Zeitraum 10.260 (die Straftaten gelten pro 100.000 Einwohner).

Was ist angestiegen?


Besonders hervorzuheben ist der Anstieg im Bereich von Diebstahldelikten. Hier hat es eine Zunahme von insgesamt 1.546 Fällen gegeben. Die registrierten Wohnungseinbrüche haben zudem um 305 Taten zugenommen (+ 17,58 Prozent). "Bei den Einbrüchen gehen wir von Banden-Kriminalität aus, wir werden im Jahr 2016 hier einen Schwerpunkt setzen, um eine Trendwende einzuleiten". Auch bei der Kriminalität rund um das Auto gibt es einen Anstieg. Auf 760 Taten, was einen Anstieg von 27 Prozent bedeutet. Besonders deutlich ist dazu die Zunahme bei der häuslichen Gewalt. Hier gibt es einen Anstieg von 22,78 Prozent. Es wurden 1849 angezeigt. Polizeipräsident Pientka sagte: "Hier gibt es ein enormes Dunkelfeld, durch Aufklärung werden in den letzten Jahren mehr Fälle angezeigt. Dennoch wird uns hier weiterhin nur ein kleiner Teil bekannt."

Flüchtlingskriminalität?


Die polizeiliche Kriminalstatistik weist keine Definition für den Begriff Flüchtlinge aus. Pientka sagte: "Anhaltspunkte für eine Flüchtlingseigenschaft könnten jedoch sein, dass die Personen keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und einen der folgenden Aufenthaltseinlässe besitzt: Asylbewerber, Duldung, Kontingent, beziehungsweise Bürgerkriegsflüchtling, unerlaubter Aufenthalt." Von den 44.254 aufgeklärten Straftaten, wurden in 3.643 Flüchtlinge in diesem Sinne als Tatverdächtige ermittelt. Besonders der Bereich Ladendiebstahl, Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen seien hier angezeigt. Rückläufig ist der Trend bei Kinder und Jugendkriminalität, im Bereich von Cyber-Kriminalität. Die Anzahl der Sexualdelikte befindet sich mit 742 Fällen im Bereich des Vorjahrs und ist um 0,4 Prozent gesunken.


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