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Kumlehn und Oesterhelweg: Pläne für Kreis-Heimat-Archiv

von Anke Donner


Frank Oesterhelweg und Jürgen Kumlehn schmieden gemeinsame Pläne zu Errichtung eines Kreis-Heimat-Archivs im Landkreis Wolfenbüttel. Fotos: Anke Donner
Frank Oesterhelweg und Jürgen Kumlehn schmieden gemeinsame Pläne zu Errichtung eines Kreis-Heimat-Archivs im Landkreis Wolfenbüttel. Fotos: Anke Donner Foto: Anke Donner)

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30.10.2016

Landkreis. Schon lange träumt Jürgen Kumlehn von einem öffentlichen Archiv, in dem er all seine gesammelten Werke unterbringen kann. Nun bekommt er bei der Realisierung Unterstützung von Frank Oesterhelweg. Gemeinsam haben sie Pläne, ein Kreis-Heimat-Archiv zu errichten.



Vor einigen Jahren schon hatte Kumlehn die Idee, die ehemalige Samsonschule Wolfenbüttel als Archiv zu nutzen (regionalHeute.de berichtete). Doch diesen Gedanken musste Jürgen Kumlehn schnell ad acta legen - mit der Samsonschule gibt es andere Pläne. Doch der Wunsch nach einem Archiv blieb.

Nun könnte sein Traum doch noch wahr werden. Mit dem CDU-Landtagsabegordneten Frank Oetsthelweg hat Jürgen Kumlehn nun die Idee, ein Kreis-Heimat-Archiv im Landkreis Wolfenbüttel zu installieren. Das, so erklärt Jürgen Kumlehn gegenüber regionalHeute.de, wäre die ideale Lösung. Hier könnte nicht nur er, sondern viele andere Sammler ihre Werke unterbringen, die etwas über die Geschichte des Landkreis Wolfenbüttel zu erzählen haben. Vor allem sollte und könnte es jedem zugänglich sein, der etwas über die Geschichte im Landkreis wissen möchte. Ganz ohne große Bürokratie, Sicherheitsmaßnahmen und sonstigen Hürden. „Hier sollen die Menschen einfach hingehen, recherchieren und stöbern können“, so Kumlehn, dem es besonders wichtig sei, dass den jungen Menschen der Zugang zur Geschichte ermöglicht wird, sagt er.


Der selbst ernannte Erinnerer Jürgen Kumlehn. Foto: Anke Donner)


Ein Archiv für alle


Kumlehn könnte aus seinem gut gefüllten Archiv in seinem Haus etwas zur NS-Zeit, der jüdischen Geschichte, aber auch zur Asse besteuern. „Ebenso sind alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis eingeladen, ihre Sammlungen dort zu archivieren“, so Kumlehn. Wie das Kreis-Heimat-Archiv aussehen könnten, wissen Jürgen Kumlehn und Frank Oesterhelweg auch schon - zumindest gibt es einen schemenhaften Plan, eine Idee eben. „Man könnte dieses Archiv mit den Materialen der Bürger füllen. Und zwar entweder in der Stadt Wolfenbüttel oder im ländlichen Raum. Vielleicht ließe sich ein kleiner Resthof oder so finden. Man müsste versuchen, dieses Archiv mit Ehrenamtlichen zu betreiben, vielleicht mit einer kleinen Gastronomie. Und es müssten Fördermittel her - der Assefond wäre eine Möglichkeit“, träumt Kumlehn schon.

Unterstützung zugesagt




Auch für den CDU-Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg ist die Einrichtung eines Kreis-Archivs eine wichtige Angelegenheit. Entstanden sei die Idee zu dem Archiv bei einem gemeinsamen Besuch im Heeseberg-Museum (regionalHeute.de berichtete), da habe man über die gemeinsame Idee gesprochen. „Wir haben viele private Sammlungen und Archive, beispielsweise bei Hobbysammlern, Ortsheimatpflegern und so weiter. Nicht selten kommt es vor, dass sich deren Erben nicht für die Sammlungen und Archive interessieren und viele wichtige Dinge einfach wegwerfen. Das muss dadurch verhindert werden, dass wir das Angebot machen, solche Zeitzeugnisse zu übernehmen und für die kommenden Generationen zu bewahren. Das Archiv könnte in Stadt und/oder Land eingerichtet werden, Möglichkeiten gibt es einige. Wir sollten ein Konzept entwickeln und dann geeignete Standorte suchen und bewerten. Es kann sowohl ein neues Archiv sein als auch die Erweiterung eines bestehenden. Nehmen Sie dazu zum Beispiel die Bemühungen des Ahlumer Ortsbürgermeisters Andreas Glier und meiner selbst, die bemerkenswerte Sammlung des Herrn Löwer (Fotoapparate etc.) aus Ahlum der Heimatstube Ahlum anzugliedern. Auch das wäre eine gute Möglichkeit. Wir werden aber nach meiner Einschätzung eine zusätzliche eigene Möglichkeit schaffen müssen, da die Zahl der Sammlungen in der Tat bemerkenswert ist“, erklärt Frank Oesterhelweg auf Nachfrage von regionalHeute.de.

Interessierte gesucht


In trockenen Tüchern sei noch nichts erklärt Jürgen Kumlehn, aber die ersten Gedanken sollen auf den Weg gebracht werden. „Wichtig ist nun erst einmal zu wissen, wer alles Interesse an solch einem Archiv hat und wer bereit wäre, seine Sammlungen für dieses Archiv zur Verfügung zu stellen“, so Kumlehn. Interessierte können sich gerne bei Jürgen Kumlehn per Email unter jkumlehn@t-online.de melden. Frank Oesterhelweg teilte unterdessen mit, dass das Vorhaben zu einem Kreis-Heimat-Archiv Teil des Kreiswahlprogramm der CDU sei. „Einen ersten Antrag bringe ich in den nächsten Wochen für die neue Wahlperiode auf den Weg, wenn ich mich mit Herrn Kumlehn abgestimmt habe“, so Oersterhelweg.


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