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Kunstrasenplätze sollen nicht mehr gefördert werden


Auch Kunstrasenplätze sind entstanden. Foto: Robert Braumann
Auslöser für den Förderstopp ist, dass die EU die Verschmutzung von Umwelt und Wasser durch Mikroplastik verringern will. Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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14.12.2019

Wolfsburg. Bei einem Kurzbesuch der Weihnachtsfeier der Bündnis 90/Die Grünen in Wolfsburg informierte die für Wolfsburg zuständige Landtagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecherin Imke Byl über das Ergebnis ihrer Anfrage an die Landesregierung zum Thema Kunstrasenplätze. Für den Neubau und die Sanierung von Kunstrasenplätzen werde es von der Landesregierung kein Geld mehr geben. Dies berichten die Grünen in einer Pressemitteilung.


Die Politikerin habe erfahren, dass die Landesregierung in den kommenden Jahren für die Sanierung von Sportstätten 100 Millionen Euro zu Verfügung stelle. Allerdings werde es für den Neubau und die Sanierung von Kunstrasenplätzen für Vereine und Kommunen kein Geld mehr geben. Auslöser für den Förderstopp ist, dass die EU die Verschmutzung von Umwelt und Wasser durch Mikroplastik verringern wolle und aktuell ein Verbot von zugesetztem Mikroplastik geprüft werde. Ein solches Verbot könnte auch Kunstrasenplätze betreffen, denn diese würden ein Füllmaterial aus Gummigranulat enthalten. Die kleinen Plastikteile würden durch Regen, Wind und Bespielung aus den Plätzen in großen Mengen ausgetragen.

Bislang sei jedoch unklar, ob, wie und wann ein solches Mikroplastikverbot umgesetzt werde. „Der Innenminister stoppt schon jetzt die Förderung für Kunstrasenplätze und gibt den betroffenen Kommunen und Vereinen jedoch keine Richtungsempfehlungen für anstehende Investitionen“, kritisiert Landtagsabgeordnete Byl. Byl fordert die rot-schwarze Landesregierung auf, Vorsorge für ein kommendes Verbot zu treffen: „Es gibt erheblichen Investitionsbedarf bei den niedersächsischen Sportplätzen. Zur Sanierung, beziehungsweise Umrüstung von Kunstrasenplätzen gibt es umweltfreundliche Alternativen wie zum Beispiel Sand und Kork. Das Land muss ab sofort Fördermittel aus dem 100-Millionen-Euro Topf zur Verfügung stellen und die Kommunen müssen Anträge stellen“, fordert die Landespolitikerin.


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