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Land gibt mehr als 10 Millionen Euro an Fördermitteln für die Region frei



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Land gibt mehr als 10 Millionen Euro an Fördermitteln für die Region frei

42 Kommunen im Amtsbezirk Braunschweig profitieren in Höhe von insgesamt mehr als 22 Millionen Euro vom Sofortprogramm Perspektive Innenstadt der Landesregierung.

von Anke Donner


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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Region. 36 Kommunen im Amtsbezirk haben einen erfolgreichen Antrag für eine Teilnahme am Sofortprogramm Perspektive Innenstadt abgegeben und einen positiven Bescheid des zuständigen Europa- und Regionalministeriums in Hannover erhalten. Mit diesem bekommen sie ein Budget zugewiesen, aus dem sie nun Projektanträge zur Aufwertung und Attraktivierung ihrer Innenstadt stellen können. Tatsächlich können im Amtsbezirk sogar 42 Kommunen von den Fördermitteln profitieren, denn es gibt sechs Verbünde zwischen Kommunen, berichtet das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig am Mittwoch.



Insgesamt hat die niedersächsische Landesregierung 207 Förderbescheide in einer Gesamthöhe von 117 Millionen Euro aus EU-Coronahilfen an Kommunen und kommunale Verbünde in Niedersachsen verschickt. “Ich bin damit mehr als zufrieden, denn wir konnten die Anträge sogar noch schneller als gedacht auf den Weg bringen“, sagte Niedersachsens Europa- und Regionalministerin Birgit Honé. Die Kommunen hätten trotz des hohen Zeitdrucks solide und kreative Konzepte und Projekte zur Belebung der Innenstädte vorgelegt. Diese gelte es nun schnell mit Leben zu erfüllen, sagte die Ministerin. “Die Uhr tickt nicht nur mit Blick auf das Projektende im März 2023, sondern auch für einige Innenstädte. Corona hat bei vielen innerstädtischen Entwicklungen wie ein Brandbeschleuniger gewirkt. Die Anträge zeigen, dass sich die niedersächsischen Städte dieser Entwicklung stellen und auch in Zukunft lebenswerte Magneten für das umliegende Land bleiben wollen“, sagte sie.

Zehn Millionen für die Region


In der Region Braunschweig profitieren 23 Städte und Gemeinden von den Fördermitteln des Landes. Das Fördervolumen umfasst mehr als zehn Millionen Euro. So bekommt die Stadt Goslar über eine Million Euro Fördermittel für die Entwicklung der Innenstadt und des Ortszentrums Vienenburg. Hinzu kommen jeweils 345.000 Euro für die Städte Bad Harzburg, Clausthal-Zellerfeld und Seesen.


Und auch die Stadt Salzgitter bekommt 1,8 Millionen Euro. "Die Aufnahme in das Programm „Perspektive Innenstadt“ ist für die Stadt ein toller Erfolg“, freut sich Oberbürgermeister Frank Klingebiel. "Mit den reservierten 1,8 Millionen Euro liegen wir noch über den anfangs vom Land in Aussicht gestellten 1,5 Millionen Euro. Die Förderung ermöglicht uns, mit vielen einzelnen Projekten die Innenstadtbereiche von Salzgitter-Lebenstedt und Salzgitter-Bad attraktiver zu gestalten und aufzuwerten. Ich habe mich von Anfang an in meiner Funktion als Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages für das Sofortprogramm eingesetzt, weil mir die schwierige Lage der Innenstädte durch die Pandemie bewusst war. Ohne finanzielle Unterstützung können die Städte die Folgen, wie z.B. Leerstände, nicht stemmen. Besonders der Einzelhandel vor Ort ist stark betroffen. Dabei geht es mir um den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Einzelhandelsstandorte in unseren Ortsteilen Lebenstedt und Bad“, so Frank Klingebiel weiter. 

In die Stadt Wolfsburg fließt aus dem Sofortprogramm ein Förderbudget in Höhe von 1,8 Millionen Euro. "Ich bin natürlich hocherfreut über diese Nachricht. Diese Mittel werden einen erheblichen Teil dazu beitragen, den Bereich Porschestraße deutlich zu beleben und zu attraktivieren. Nun müssen Stadt und WMG die angedachten Konzepte und Projekte schnellstmöglich in die Tat umsetzen", so Dennis Weilmann, Erster Stadtrat und Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur der Stadt Wolfsburg.


Auch die Stadt Braunschweig hat sich erfolgreich um die Aufnahme in das "Sofortprogramm Perspektive Innenstadt" des Landes Niedersachsen beworben. Das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Landesentwicklung hat jetzt den Budgetreservierungsantrag der Stadtverwaltung positiv beschieden. Aus dem Förderprogramm könnten bis zu 1,8 Millionen Euro nach Braunschweig fließen. "Die Aufnahme in das Förderprogramm des Landes ist eine gute Nachricht für unsere Innenstadt und für alle, die sich im Rahmen des Innenstadtdialogs engagieren", so Oberbürgermeister Ulrich Markurth. "Mit den Mitteln werden wir wichtige Impulse zur Stärkung der Braunschweiger Innenstadt setzen."

Insgesamt 1,9 Millionen Euro stehen auch der Stadt Gifhorn bald zur Verfügung, um die Innenstadt, die durch die Corona-Pandemie angeschlagen ist, nachhaltig aufzuwerten. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir vom Land Niedersachsen für das Sofortprogramm ausgewählt wurden. Die Pandemie und der monatelange Lockdown haben auch bei uns deutliche Spuren hinterlassen. Einzelhandel, Tourismus und Gastronomie haben unter den Folgen nach wie vor zu leiden. Den Gifhornerinnen und Gifhornern fehlte es wiederum an Geselligkeit und Begegnungen vor Ort.“, resümiert Bürgermeister Matthias Nerlich. „Die Fördersumme wird das vergangene Jahr nicht ungeschehen machen, aber es ermöglicht uns, nun konkrete und sichtbare Maßnahmen umzusetzen, von denen unsere Innenstadt langfristig profitieren kann.“
Diese Städte und Gemeinden werden gefördert:
Braunschweig: 1,8 Millionen Euro
Wolfsburg: 1,8 Millionen Euro
Salzgitter: 1,8 Millionen Euro
Wolfenbüttel: knapp 1,1 Millionen Euro
SG Elm-Asse: 345.000 Euro
SG Oderwald und Schladen: 345.000 Euro
Sickte: 345.000 Euro
Baddeckenstedt: 345.000 Euro
Cremlingen: 345.000 Euro
Goslar: knapp 1,1 Millionen Euro
Bad Harzburg: 345.000 Euro
Seesen: 345.000 Euro
Clausthal-Zellerfeld: 345.000 Euro
Peine: knapp 1,1 Millionen Euro
Gifhorn: knapp 1,1 Millionen Euro
SG Grasleben und Nord-Elm: 345.000 Euro
SG Meindersen: 345.000 Euro
Wittingen: 345.000 Euro
Helmstedt: 755.000 Euro
Königslutter: 345.000 Euro
Schöningen: 345.000 Euro


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