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Landesbeauftragter fördert regionale Projekte mit 8 Mio Euro

von André Ehlers


Redet die Region stark - der Landesbeauftragte für Regionalentwicklung Matthias Wunderling-Weilbier beim Wirtschaftstreffen in der IHK-Braunschweig. Foto: André Ehlers

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07.02.2017

Braunschweig. Der Landesbeauftragte für Regionalentwicklung Matthias Wunderling-Weilbier sorgte am Dienstagabend für gute Stimmung im Kongresssaal der IHK-Braunschweig. Der Titel „Aufbruch und Innovation - Perspektiven der Region” lockte viele Köpfe aus Wirtschaft und Politik.


In seiner Rede legte sich der „Anwalt der Region” gleich mit einem Vergleich ins Zeug: „Unsere Region ist stark. Mit Blick auf Hannover ist unser Wirtschaftsraum fast überall vorne.“ Das sind Sätze, die hört man bei der Industrie- und Handelskammer natürlich gerne. Wunderling-Weilbier weiß, wie er die Entscheider im Publikum auf seine Seite bringt. Allerdings machte er auch klar, dass die Region mindestens in zwei Gebiete zu unterteilen ist. Zum einen zeichnete der Landesbeauftragte den Norden als städtisch geprägt aus. Der Süden mit Harz und Harzvorland sei dagegen eher ländlich geprägt.

Weiterentwicklung des ländlichen Raumes



Volles interessiertes Haus in der IHK. Foto: André Ehlers



Der ehemalige Bürgermeister von Schöningen und Landrat warb für regionale Projekte. Dafür stelle sein Amt jährlich rund 8 Mio Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Im Blick hat er dabei besonders die Bereiche Wirtschaft und Forschung, sowie Mobilität und die Weiterentwicklung der ländlichen Räume. Dort gehe es besonders um die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Wunderling-Weilbier fordert zugleich zum Netzwerken auf. Im Harz habe man das „Netzwerk Chemie“ gefördert. Hier lobte er die Kooperation zwischen der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld und der Wirtschaft. Als Leuchtturmprojekt nannte er den „EcoBus“ im Landkreis Wolfenbüttel. Dabei geht es um eine Weiterentwicklung des Öffentlichen Nahverkehrs auf Modell-Basis von Sammeltaxis. Der Fahrgast meldet seine Fahrt mit dem Smartphone an und bekommt anschließend mitgeteilt, wann er seine Tour „von Tür zu Tür” starten kann. Die Entwicklung der Region verglich der Landesbeauftragte mit dem „Zapfen eines guten Bieres”. Das brauche vor allen Dingen Geschick und Zeit.

„Der Punk geht nicht ab“


In der anschließenden Diskussion gab es allerdings auch kritische Stimmen und Nachfragen. So zeigte sich ein Zuhörer enttäuscht darüber, dass im Vortrag eigentlich keine Neuigkeiten genannt wurden: „Mir fehlt hier, dass der Punk abgeht.“ Auch der angesprochene Breitbandausbau könne schneller erfolgen. In Teilen Stöckheims seien maximal 6 MBits/s möglich. Wunderling-Weilbier versprach, den Ausbau vorantreiben zu wollen, könne aber den genauen Zeitpunkt für einzelne Orte nicht nennen.


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