Landesgartenschau in Wolfenbüttel: Was wurde aus der Bewerbung?

Im Januar 2021 wurde der Entschluss getroffen, sich zu bewerben. Doch die in Aussicht gestellten Pläne lassen auf sich warten.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Werner Heise

Wolfenbüttel. Um der Stadt Wolfenbüttel eine Plattform zu schaffen, sich einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren, reifte bereits vor einiger Zeit die Idee, sich für die Austragung der Landesgartenschau zu bewerben. Im Januar letzten Jahres wurde im Verwaltungsausschuss beschlossen, die nötigen Schritte für eine Bewerbung für das Jahr 2030 einzuleiten. Doch bislang wurde weder den Gremien noch der Öffentlichkeit irgendetwas Konkretes präsentiert, obwohl anderes geplant war. regionalHeute.de fragte nach, was aus der Bewerbung geworden ist.


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Im Januar 2021 hatte es geheißen, dass mögliche Standorte und Themen identifiziert und aufbereitet werden sollen, über die dann der neu gewählte Rat Anfang 2022 entscheiden solle. Im Oktober des gleichen Jahres teilte die Verwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mit, dass der Rat im ersten Quartal 2022 eine Entscheidung treffen soll. Noch 2021 sollte der Bauausschuss über die von der Verwaltung erarbeiteten Pläne für eine mögliche Bewerbung informiert werden. Geschehen ist beides nicht.

Es wird weiter gearbeitet


Wie die Stadt nun auf Nachfrage mitteilt, ist man weiter an der Sache dran. "Es wird weiterhin an einer entsprechenden Vorlage/Information für die Politik, aber auch an der geplanten Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gearbeitet. Auch wurde schon Kontakt zur FLN (Fördergesellschaft Landesgartenschauen in Norddeutschland) aufgenommen", berichtet Pressesprecher Thorsten Raedlein.

Nicht alle Stellen besetzt


Verzögerungen – wie auch in diesem Fall – würden sich ergeben, wenn die Kapazitäten der Verwaltung für andere Aufgaben und Aufträge - zum Beispiel aus Reihen der Politik in Form von Anträgen oder die nötigen Arbeiten aufgrund der vorherrschenden Energiekrise – benötigt würden, die prioritäres Handeln erforderten. "Da von Seiten der Politik nicht alle von der Verwaltung beantragten Stellen zur Verfügung gestellt wurden und auch zahlreiche offene Stellen nicht besetzt sind oder besetzt werden konnten, lässt sich an dieser grundlegenden Problematik auch kurzfristig nichts ändern", so Raedlein. Die Information der Politik und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sei natürlich weiterhin so schnell wie möglich geplant, ein genaues Datum könne jedoch aus besagten Gründen nicht mitgeteilt werden.

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Ein Zeitproblem droht offenbar noch nicht. Zur Erinnerung: Im ursprünglichen Ratsantrag der SPD-Fraktion war von einer Bewerbung für die Landesgartenschau 2026 die Rede. Dies wurde aus Zeitgründen verworfen. Bislang sei der Start der Bewerbungsphase noch gar nicht erfolgt und ein Bewerbungsschluss noch nicht kommuniziert, so Raedlein. Bürgermeister Ivica Lukanic hatte im Januar dieses Jahres auf Anfrage von regionalHeute.de mitgeteilt, dass die Bewerbung voraussichtlich im Jahr 2025 erfolgen müsse, weswegen die Planung sowie die Bürgerbeteiligung 2023 und 2024 stattfinden sollen. Mehr lesen Sie hier.


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