Landesregierung fördert drei Forschungsprojekte aus der Region

Von mittelalterlichen Handschriften über das frühneuzeitliche Montanwesen bis hin zu einem verlassenen Sanatorium im Harz ist alles dabei.

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Symbolbild. | Foto: pixabay

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Region. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VolkswagenStiftung unterstützen gemeinsam 15 neue Forschungs- und Erschließungsvorhaben mit insgesamt rund 4,8 Millionen Euro. Im Rahmen des Förderprogramms Pro*Niedersachsen werden zehn Projekte aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie fünf Vorhaben der Förderlinie „Kulturelles Erbe – Sammlungen und Objekte“ gefördert. Darunter sind auch drei Projekte, die die Region betreffen.



Die Mittel stammen aus zukunft.niedersachsen. „Niedersachsen verfügt über eine starke und vielfältige Forschungslandschaft. Mit Pro*Niedersachsen fördern wir Projekte, die gesellschaftlich relevante Fragen aufgreifen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse ermöglichen und zugleich das kulturelle Erbe unseres Landes erforschen und bewahren“, sagt Wissenschafts- und Kulturminister Falko Mohrs. „Die gesellschaftlich hoch relevanten Vorhaben zeigen eindrucksvoll die Bandbreite niedersächsischer Forschung. Sie reichen von Fragen der sozialen Transformation über Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bis hin zur wissenschaftlichen Erschließung einzigartiger Kulturschätze.“

Menschenhandel und Moorlandschaften


Zehn Forschungsprojekte wurden aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften ausgewählt. Gefördert werden unter anderem Forschungsarbeiten zu Menschenhandel in der Kinder- und Jugendhilfe, zur Entwicklung der niedersächsischen Wasserstoffwirtschaft, zu feministischen Zukunftsentwürfen, zur Transformation von Moorlandschaften sowie zum Einsatz KI-gestützter Methoden in der Kriminologie.

Ebenfalls berücksichtigt wurden Projekte zur historischen Forschung, zur materiellen Kultur des Bergbaus sowie zur Entwicklung neuer sozialer Orte im ländlichen Raum. Insgesamt stehen 3,6 Millionen Euro für die Forschungsprojekte der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften zur Verfügung. Mit dabei ist die TU Braunschweig: Sie bekommt für das Projekt "Bergbaugepräge. Numismatische Objekte und die materielle Kultur des frühneuzeitlichen Montanwesens" 378.222 Euro

Handschriften der HAB


Fünf Projekte erschließen das kulturelle Erbe Niedersachsens. Zu den geförderten Vorhaben gehört die Erschließung mittelalterlicher Handschriften der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Konkret geht es um illuminierte Handschriften des 12. Jahrhunderts. Dafür werden 250.000 Euro bereitgestellt.

Ein weiteres Projekt widmet sich dem denkmalgeschützten Sanatorium Dr. Barner in Braunlage. Federführend ist hier allerdings das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege in Hannover. Aus dem Fördertopf gibt es 249.905 Euro.

Insgesamt umfasst das Programm Pro*Niedersachsen derzeit die Förderlinien „Forschungsprojekte der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften“, „Wissenschaftliche Veranstaltungen der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften“ sowie „Kulturelles Erbe – Sammlungen und Objekte“.

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