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Landestagung der Landsmannschaft Schlesien in Niedersachsen



Wolfenbüttel

Landestagung der Landsmannschaft Schlesien in Niedersachsen


Die Delegierten der Landsmannschaft Schlesien in Duderstadt. Landesvorsitzender Helmut Sauer (11.v.li) Wolfenbüttelsprecher Georg Hattwig ( 2. Reihe 10.v.r.-), daneben Dieter Lorenz, vor dem Jugendgästehaus. Foto: Privat
Die Delegierten der Landsmannschaft Schlesien in Duderstadt. Landesvorsitzender Helmut Sauer (11.v.li) Wolfenbüttelsprecher Georg Hattwig ( 2. Reihe 10.v.r.-), daneben Dieter Lorenz, vor dem Jugendgästehaus. Foto: Privat Foto: Dieter Lorenz

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Wolfenbüttel. Die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft Schlesien hatte zu ihre jährliche Landestagung, verbunden mit den Schlesischen Kulturtagen, ins Jugendgästehaus in Duderstadt eingeladen.




Landesvorsitzender Helmut Sauer (Salzgitter) begrüßte dazu 64 Delegierte aus Niedersachsen, darunter auch Vertreter aus den Städten Braunschweig und Salzgitter sowie dem Landkreis Wolfenbüttel.


Die Tagung begann mit einer Andacht und dem Totengedenken. Sauererinnerte, dass durch Flucht und Vertreibung etwa 800.000 Schlesierund weitere 200.000 als Spätaussiedler nach Niedersachsen kamen. Seit langem ist Niedersachsen das Patenland Schlesiens. In den drei Tagen Begegnungen mit traditionellen schlesischen Gesprächen, Informationen und heimatlichen Gesängen kamen viel Erinnerungen auf.



So hatten Ingrid und Horst Ristig (Goslar), die selbst gedrehten s/w-Film „Schlesien – wie es war“ und „Das Riesengebirge heute“ vorgestellt. „Brassl-Kenner“ waren begeistert, als Leo Schiller (Osnabrück) Breslau, die Europäische Kulturhauptstadt 2016 vorstellte. „Breslau ist immer eine Reise wert, aber jetzt beinahe eine Pflicht.“ Schiller informierte auch über die Digitalisierung der Patschkauer Dohle, einer Heimatzeitung, die mit ihren wichtigen heimatkundlichen Informationen vor dem ganz natürlichen Zerfall gerettet werden konnte.


Jutta Graeve-Wölbling erinnerte an die Schulstadt Goldberg, deren europäischer Ruf bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Die Verbindungen, die ehemalige Schüler dieser Schule zu heutigen polnischen Schülern und Lehrern halten, gelten als vorbildlich und sind wertvolle Beispiele gelebter Verständigung zwischen den Nachbarvölkern. Was Heimatdichter über das schlesische Berufs- und Arbeitsleben aussagen, vermittelten Edith und Ernst-August Jacobs (Cuxhaven). Gerhart Hauptmanns "Die Weber" ist nur ein Beispiel, wie sehr große schlesische Dichter sich mit den sozialen Problemen ihrer Heimat auseinandergesetzt haben. Beim von Adelheid Moschner (Wolfsburg) vorbereiteten kurzweiligen Heimatabend wurde rund um das Thema Schule gesungen, erzählt und vorgetragen. Dietrich Breuer beschrieb in einem Dia-Vortrag das Wirken des in Unna-Hemmerde lebenden Künstlers Josef Baron. Er ist 1920 in Mittelbrück in Oberschlesien geboren. Kunstwerke dieses bedeutenden Künstlers stehen in fast 200 Orten auf der Welt. Breuer erhielt reichlich Beifall dafür, dass er die Zuhörer mit dem gewaltigen Werk dieses begnadeten schlesischen Künstlers vertraut gemacht hatte.


Bei den „Kellerdiskussionen“ machten dieDelegierten aus derRegion, Georg Hattwig, (Wolfenbüttel) Jutta Weiß (Isingerode), Dieter Lorenz (Sickte ), Irmgard Garbe (Braunschweig ) und Hildegard Grziwa (Wenden) kräftig mit.


Vor den Vorstandswahlen berichtete Sauer von seinensechs Info-Besuchen 2015/2016 nach Schlesien und dankte der niedersächsischen Landesregierung für die Finanzierungshilfe dieser Schlesischen Kulturtage 2016. Im nächsten Jahr 2017 findet das Treffen vom 26.-28. Sept. 2017 in Duderstadt statt.




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